Blütezeit des Safrankrokus Safranernte im südpfälzischen Venningen

Blütezeit des Safrankrokus Safranernte im südpfälzischen Venningen

Safranernte  (Foto: SWR, Birgit Baltes)
Der Safrankrokus blüht nur im Herbst. Deshalb zählt Safran zu den teuersten Gewürzen und wird auch "rotes Gold" genannt. Die kostbaren Safranfäden wachsen in der Blüte neben den Staubstempeln. In der Regel wachsen in einer Blüte drei Fäden. Birgit Baltes
Der Safran wird rund drei Wochen lang jeweils morgens und abends geerntet. Safran hat in der Pfalz Tradition: Schon im 15. Jahrhundert wurde das Gewürz dort angebaut. Birgit Baltes
Der Safran wird von Hand geerntet. Die Blüte wird mit den Fingern vorsichtig abgeknipst, denn würde man sie einfach pflücken, könnte man die Zwiebel mit rausreißen. Der Safran ist aber ein mehrjähriges Gewächs, deswegen soll die Zwiebel in der Erde bleiben. Birgit Baltes
Dieses Jahr ist nach Angaben von "Essigdoktor" Georg-Heinrich Wiedemann ein gutes Safranjahr. Trockenheit macht der Zwiebelpflanze nichts aus. Eine Besonderheit dieser Saison: Statt der üblichen drei Safranfäden pro Blüte haben einige Blüten in diesem Jahr sogar fünf. Birgit Baltes
Die Blüten werden direkt nach der Ernte weiterverarbeitet. Die Fäden werden vorsichtig aus dem Blüteninneren herausgelöst und anschließend im Ofen bei rund 50°C mehrere Stunden getrocknet. Anschließend werden sie in einem Gefäß luftdicht verschlossen. Birgit Baltes
Luftdicht verschlossen werden die Safranfäden fermentiert. Zwei Monate dauert es, bis die Safranfäden ihr starkes Aroma und ihren chrakteristischen Geruch entwickeln. Der Preis für ein Gramm Safranfäden liegt je nach Qualität zwischen 4 und 14 Euro.

Der Oktober ist in Venningen (Kreis Südliche Weinstraße) Erntezeit für eine rare und kostbare Delikatesse: den Safran. Das "Weinessiggut Doktorenhof" baut den Safrankrokus an.

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