Blaulicht auf einem Polizeiwagen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Daniel Bockwoldt)

Beifahrer haut ab Ungewöhnliche Flucht nach Unfall in Maxdorf

Ein Autofahrer verursacht betrunken bei Maxdorf einen Unfall. Er bleibt am Unfallort und gibt bereitwillig der Polizei Auskunft. Nicht so sein Beifahrer.

Der 28-Jährige Fahrer war nach Angaben der Polizei zwischen Lambsheim und Maxdorf (beides Rhein-Pfalz-Kreis) von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum gefahren. Den Beamten gestand er, dass er mit zu hohem Tempo unterwegs gewesen ist. Schnell wird klar, dass er Alkohol getrunken hatte. Ein Atem-Alkoholtest ergab 1,5 Promille. Seinen Führerschein ist der Mann erst einmal los.

Der Fahrer wurde am Fuß verletzt und erlitt einige Rippenbrüche. Er kam in ein Krankenhaus.

Beifahrer im Feld aufgegriffen

So ungewöhnlich auskunftsfreudig der Fahrer war, umso verschlossener gab sich sein Beifahrer: Erst durch Zeugenberichte erfuhren die Polizeibeamten überhaupt, dass noch jemand in dem Auto gesessen hatte. Der Mann hatte sich aus dem Staub gemacht. Mit Verstärkung wurde er schließlich in einem nahe gelegenen Feld aufgegriffen. Warum er vom Unfallort geflüchtet war, ist unklar.

Fliehen ist nicht verboten

Allerdings ist es nach Angaben eines Sprechers auch für den Beifahrer nicht verboten, sich vom Unfallort zu entfernen. Nur wenn der Fahrer schwerwiegender verletzt gewesen wäre, hätte er dableiben und Hilfe leisten müssen. Der Geflüchtete wird wahrscheinlich nochmal zum Unfallhergang befragt werden, so ein Polizeisprecher. Vielleicht äußere er sich ja dann doch noch, warum er verschwunden ist.

Nach Angaben der Polizei könnte es höchstens zivilrechtlich für den Beifahrer Konsequenzen haben. Die Versicherung könnte versuchen, ihn mit haftbar zu machen, dafür, dass er den betrunkenen Mann hat fahren lassen.

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