Aus Notwehr gehandelt Schüsse in Kirchheim: Ermittlungen gegen Polizisten eingestellt

Gut ein halbes Jahr nachdem zwei Polizisten bei einem Einsatz in Kirchheim an der Weinstraße (Kreis Bad Dürkheim) einen Mann erschossen hatten, wurden die Ermittlungen zu dem Fall eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Beamten in Notwehr gehandelt haben. Die Polizeistreife war im Oktober 2018 aufgrund eines Notrufs zu einem Wohnhaus in Kirchheim geschickt worden. Eine Frau hatte nach Angaben der Ermittler angerufen, weil sie Angst vor ihrem aggressiven Sohn habe. Als die Polizisten eintrafen, lag die Frau bereits im Sterben und der Sohn griff die Beamten mit einer Schere an.

Kirchheim: Eine Mutter und ihr erwachsenener Sohn sind nach Streit tot (Foto: SWR)
Kircheim im Oktober 2018: Polizisten am Tatort

Polizisten mussten ihr Leben schützen

Laut Staatsanwaltschaft erlitten beide Polizisten Verletzungen am Kopf, bevor sie insgesamt sechs Schüsse abgaben. Dabei wurde der Angreifer tödlich getroffen. Nach solchen Vorfällen sei es üblich, dass auch gegen die Polizeibeamten ermittelt werde. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren nun eingestellt, weil die Schüsse erforderlich waren, um das Leben der beiden Polizisten zu schützen.

Die Mutter gab damals an, ihr Sohn habe einen psychotischen Schub, stünde unter Drogeneinfluss und habe sie angegriffen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Sohn bereits wegen psychischer Probleme in Behandlung gewesen. 

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