Mondlandung vor 50 Jahren Astronaut Charles Duke im Technikmuseum Speyer

Das Technik Museum in Speyer hat am Donnerstag ganz im Zeichen der Mondlandung vor 50 Jahren gestanden. Für das breite Publikum gab es ein Sonderprogramm. Mit dabei: eine US-Astronautenlegende und ein Astronauten-Neuling.

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Sendezeit
19:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Als vor rund 50 Jahren die ersten Menschen den Mond betraten, am 21. Juli 1969, war Charles Duke im Nasa-Kontrollzentrum in Houston der Verbindungsmann zu den Astronauten im All. Auf den berühmten Satz von Neil Armstrong "The eagle has landed" ("Der Adler ist gelandet") funkte Duke von dort "Roger" ("Verstanden") zum Mond zurück.

Im Technik Museum Speyer erinnerte Duke, der 1972 mit der Apollo-16-Mission selbst zum Mond reiste, an die Anfänge der bemannten Raumfahrt. Auch der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer nahm an der Veranstaltung teil. Er schloss erst 2018 seine Astronauten-Grundausbildung ab. In einigen Jahren könnte er als erster Ausländer zur geplanten chinesischen Raumstation fliegen.

Verschwörungstheorien, wonach die Mondlandung niemals stattgefunden habe und bloß in einem Hollwood-Studio gedreht worden sei, bezeichnete der 83-Jährige als absurd: "Wenn man die Mondlandung gefälscht hätte, hätte man das ein Mal gemacht - aber nicht mehrmals."

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Feiertagsprogramm zur Mondlandung

Beide waren am Mittwoch bereits Teilnehmer eines Symposiums, das sich an das Fachpublikum wandte.

"Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer Sprung für die Menschheit."

US-Astronaut Neil Armstrong

Die Apollo-11-Mission prägte Generationen. Während der Astronaut Michael Collins mit dem Raumschiff den Mond umkreiste, landeten Neil Armstrong und Buzz Aldrin am 21.7.1969 (3.56 Uhr MEZ) auf dem Mond. Am 24.7.1969 kehrte die Mannschaft sicher auf die Erde zurück.

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Drei Jahre später reiste Charles Duke selbst zum Mond. Wie ein kleiner Junge auf dem Weg in einen Abenteuerurlaub habe er sich gefühlt, beschrieb Duke später seine Reise. Der heute 83-Jährige verbrachte insgesamt 265 Stunden im Weltall.

"Das Verlangen etwas zu entdecken war stärker als jede Gefahr."

US-Astronaut Charles Duke

1975 zog sich Duke aus der aktiven Raumfahrt zurück. Es ist nicht das erste Mal, dass Duke in Rheinland-Pfalz ist. Nach dem College war er als Kampfpilot in Ramstein stationiert. Vor rund eineinhalb Jahren war Duke schon einmal in Speyer und überbrachte dem Museum für seine Raumfahrt-Ausstellung die Unterkleidung, die er unter seinem Astronautenanzug getragen hatte. Damals lobte er vor allem die Panorama-Ansicht aller Mondlandestellen im Museum.

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