Spezialbagger mit Greifarmen fällt Bäume in Waldstück bei Haßloch (Foto: SWR)

Aggressiver Baumpilz Gemeinde Haßloch lässt 200 Ahornbäume fällen

In einem Waldstück bei Haßloch müssen zahlreiche Ahornbäume gefällt werden, weil sie von der Rußrindenkrankheit befallen sind. Die kann auch für den Menschen problematisch sein.

Dauer

Nach Angaben der Gemeinde Haßloch (Kreis Bad Dürkheim) sind die 200 Ahornbäume nicht mehr zu retten. Sie sind von dem sehr aggressiven Pilz befallen, der die Rußrindenkrankheit auslöst. Der Name rührt daher, weil im Endstadium der Krankheit die tiefschwarzen Sporen des Baumpilzes durch die Rinde brechen und so die Bäume rußgeschwärzt aussehen.

Der Baumpilz kann bei Menschen Atemwegserkrankungen auslösen. Allergiker und Menschen die schon chronische Atemwegserkrankungen haben sollten das Gebiet meiden. Das betroffene Waldgebiet ist durch Zäune, Flatterband und Hinweisschilder abgesperrt.

Aufwändige Fällarbeiten

Die betroffenen Bäume werden zunächst mehrfach mit einer Spezialflüssigkeit behandelt, um den Pilz abzutöten. Dann werden sie mit speziellen Maschinen so abgesägt, dass sie möglichst langsam fallen. Das soll verhindern, dass Pilzsporen durch die Luft gewirbelt werden und sich die Krankheit weiter ausbreitet.

Zerkleinerte Bäume sollen vermodern

Die gefällten Bäume werden auf transportlänge zerkleinert und die Stücke dann zu einem Sammelplatz in der Nähe gebracht, wo sie auf natürlichem Weg vermodern sollen. Auf dem Sammelplatz werden die Stämme und Holzstücke noch einmal eingesprüht um alle Sporen abzutötet. Der Pilzbefall der Ahornbäume bei Haßloch sei eine Folge des extrem heißen und trockenen Sommers des vergangenen Jahres. In Waldgebieten in ganz Rheinland-Pfalz sind stellenweise Ahornbäume befallen.

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