Die Stadtklinik in Frankenthal (Foto: SWR, Panja Schollbach)

Affäre um zu lange künstliche Beatmung Frankenthal will kaufmännischen Klinik-Direktor entlassen

Die Stadt Frankenthal will den kaufmännischen Direktor der Stadtklinik entlassen. Im Zuge von Untersuchungen seien "erhebliche Pflichtverletzungen" festgestellt worden.

Anlass für die Untersuchungen durch einen Krankenhausexperten und eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft war ein Bericht der "Süddeutschen Zeitung". In diesem stand, dass in der Frankenthaler Stadtklinik Patienten der Intensivstation aus finanziellen Interessen zu lange beatmet worden sein sollen. Im Fokus standen außerdem Bonuszahlungen an Chefärzte.

Zusammenhang mit Vorwürfen der "SZ" unklar

Ob die "Pflichtverletzungen" des kaufmännischen Direktors mit diesen Vorwürfen zusammenhängen, wollte die Stadt nicht bestätigen. Auch welche Vorwürfe konkret gegen ihn vorliegen, wollte das Rathaus nicht mitteilen.

Eine fristlose Kündigung muss innerhalb von zwei Wochen erfolgen, nachdem ein Arbeitgeber Kenntnis über den Kündigungsgrund hat.

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