Wollte sie sich endgültig trennen? Rentner soll Ehefrau in Neuhofen ermordet haben

In Neuhofen (Rhein-Pfalz-Kreis) hat ein Rentner am Mittwochabend offenbar seine Ehefrau getötet. Gegen den 68-Jährigen ist am Donnerstag ein Haftbefehl erlassen worden - wegen Fluchtgefahr.

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag mitteilten, besteht der Verdacht des Mordes aus Heimtücke. Der Rentner sitzt in Untersuchungshaft. Die Leiche der Frau soll im Laufe der Woche obduziert werden.

Polizeiabsperrung (Symbolbild) (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Marc Tirl)
Marc Tirl

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte sich der 68-jährige am Mittwochabend gegen 21.45 Uhr telefonisch bei einem Zeugen gemeldet und ihm gesagt, dass er seine Frau erschossen habe. Anschließend kündigte er an, sich selbst das Leben nehmen zu wollen. Daraufhin alarmierte der Zeuge die Polizei. Am Tatort fanden die Beamten die Leiche der 66-Jährigen und nahmen ihren Ehemann fest.

Langjährige On-Off-Beziehung

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der Mann inzwischen ein Geständnis abgelegt. Demnach war er mit seiner Frau in Streit geraten. Laut Staatsanwaltschaft hatte sie sich seit 2013 bereits mehrfach von ihm getrennt, war aber immer wieder zu ihm zurückgekommen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Zuletzt lebte sie in einer eigenen Wohnung.

Nach Streit in Rage geraten

Am Tatabend soll der Mann seine Frau dazu aufgefordert haben, die Wohnung aufzugeben und wieder zu ihm zu ziehen. Als sie das ablehnte, sei er in Rage geraten, habe aus dem Flur zwei Pistolen geholt und sie mit einer der Waffen erschossen. Mit der anderen Handfeuerwaffe wollte sich der Rentner nach eigenen Angaben selbst das Leben nehmen - dann aber habe ihn der Mut verlassen. Der Mann besitzt keinen Waffenschein. Auf welche Weise er die Pistolen beschafft hat, ist unklar.

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