Unternehmen in der Pfalz

Wie setzt BASF 3G-Regel am Arbeitsplatz um?

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Von heute an gilt die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Wie regeln das Unternehmen in der Pfalz? Wir haben nachgefragt - unter anderem bei der BASF und der Baumarktkette Hornbach.

Ein Tankbehälter mit der Aufschrift «BASF» in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) auf dem Werksgelände des Chemiekonzerns BASF. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Uwe Anspach/dpa | Uwe Anspach)
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Der BASF-Konzern in Ludwigshafen hat bei der Umsetzung der 3G-Regel am Arbeitsplatz mit den Behörden in Rheinland-Pfalz und der Arbeitnehmervertretung eine zweistufige Lösung vereinbart. "Um 3G an einem Standort mit knapp 40.000 Mitarbeitenden und mehreren Tausend Mitarbeitenden von Partnerfirmen lückenlos nachweisen zu können, ist ein gewisser technischer Vorlauf erforderlich. Hieran arbeiten wir gerade", teilte ein Unternehmenssprecher am Dienstag mit.

Eine Frau sitzt mit Mundschutz vor ihrem Computer. (Foto: unsplash/engin akyurt)
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BASF: Stichprobenartige Kontrollen der Mitarbeiter

Während einer Übergangsphase vom 24. November an bis Anfang Dezember würden Sicherheitsmitarbeiter stichprobenartig an den Werkstoren die Impf-, Genesenen- und Test-Nachweise prüfen. "Ergänzend werden Führungskräfte vor Ort Stichproben durchführen." In Einzelfällen ist nach BASF-Angaben auch ein Selbsttest unter Aufsicht möglich. Anfang Dezember soll dann eine flächendeckende Kontrolle der 3G-Nachweise erfolgen - so wie vom Gesetzgeber gefordert.

Wie wird kontrolliert? Wer zahlt die Tests? FAQ: Was bedeutet 3G am Arbeitsplatz in RLP?

Seit dem 24. November gilt in jedem Unternehmen in Rheinland-Pfalz die 3G-Regel. Heißt: Nur wer geimpft, genesen oder getestet ist, darf zur Arbeit kommen. Antworten im Überblick.  mehr...

Impfquote bei BASF-Mitarbeitern um die 80 Prozent

Grundsätzlich gehe BASF bei den Beschäftigten von einer Impfquote von mindestens 80 Prozent aus. "Unsere werkärztliche Abteilung bereitet sich aktuell darauf vor, ab Dezember Booster-Impfungen für unsere Mitarbeitenden am Standort Ludwigshafen anzubieten." Beschäftigte, die zuhause arbeiten können, müssten dies in Absprache mit ihren Vorgesetzten tun. "Ausnahmen sind möglich, wenn zwingende betriebsbedingte Gründe dagegensprechen", teilte der Sprecher mit.

Baumarkt Hornbach testet Mitarbeiter unter Aufsicht

Der Baumarkt-Konzern Hornbach mit 23.000 Mitarbeitern und Sitz in Bornheim bei Landau bietet ungeimpften Mitarbeitern an, sich unter Aufsicht zu testen. Bei Angestellten in der Verwaltung könne der Impf- oder Genesenennachweis elektronisch hinterlegt werden.

Hornbach-Mitarbeiter füllt Regal auf. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Uwe Anspach)
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Alle Mitarbeiter aus der Verwaltung sind aufgefordert, von Zuhause zu arbeiten, wenn das möglich ist. Ansonsten gibt es in den Verwaltungen Zutrittsberechtigungen per Chip an einer Art Schranke. Da kann der Impf- und Genesenennachweis drauf hinterlegt werden.

Hornbach stellt kostenlose Tests zur Verfügung

Die Mitarbeiter in den Baumärkten von Hornbach müssen sich testen lassen - in der Anfangszeit stellen die Hornbach-Filialen noch kostenlose Tests zur Verfügung. In den Märkten gibt es Verantwortliche, die die Impflisten haben, auf denen vermerkt ist, wer geimpft und genesen ist oder getestet werden muss. Die Daten werden aus Sicherheitsgründen verschlossen aufbewahrt und nach sechs Monaten vernichtet, so das Unternehmen.

3G sei zwar ein zusätzlicher Aufwand, aber in der Pandemie gebe es mehr Sicherheit - "auch für unsere Kundinnen und Kunden", wie ein Hornbach-Sprecher mitteilte.

Ein Mitarbeiter an einem Schreibtisch schaut auf das Testergebnis für einen Corona-Schnelltest eines anderen Mitarbeiters. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Matthias Balk)
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Maschinenbau-Firma Wickert: Großteil der Mitarbeiter geimpft

Das mittelständische Maschinenbau-Unternehmen Wickert aus Landau hat nach eigenen Angaben nur wenige ungeimpfte Mitarbeiter. Von insgesamt 192 Angestellten seien nur etwa zehn ungeimpft, sagte eine Sprecherin auf SWR-Anfrage. Mit der neuen 3G-Regel müssen die Ungeimpften ab sofort Schnelltests vorlegen. Zwei kostenlose Schnelltestes pro Woche stellt das Unternehmen bereit.

Auch Geimpfte und Genesene müssen sich zwei Mal testen

Auch die Geimpften und Genesenen beim Maschinenbauer Wickert müssen sich zwei Mal pro Woche testen. "Das ist eine Absicherung für alle Seiten", sagte eine Sprecherin.

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