Der Notarzthubschrauber Gallus im Einsatz für die Bergrettung Vorarlberg. (Foto: Pressestelle, Bergrettung Vorarlberg/NiederWolfsGruber Photography)

Mehr als 100 Schüler und Lehrer gerettet

Schätzungsweise 18.000 Euro Kosten für Bergrettung von Schülern aus Maxdorf

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Zwei Wochen nachdem Schüler und Lehrer aus der Pfalz im österreichischen Kleinwalsertal in Bergnot geraten sind, hat die Bergrettung nun die Kosten geschätzt: Rund 18.000 Euro.

Entgegen vorangeganger Recherchen und Medienberichten, auch vom SWR, betonte die Bergrettung Vorarlberg aber, dass es sich bislang nur um geschätzte Kosten handelt. Die exakten Details würden noch nicht vollständig vorliegen, da die Datenerfassung noch nicht final abgeschlossen sei. 

Unklar ist nach wie vor, wer dafür aufkommen muss. Die Bergrettung will die Rechnung an das Lise-Meitner-Gymnasium in Maxdorf schicken. Ob die Schule diese auch bezahlen muss, ist noch unklar.

Die Schulleitung des Gymnasiums hat bei diesen Fragen bisher an die Schulbehörde ADD in Trier verwiesen. Die teilte dem SWR mit, ihr läge noch keine Kostenrechnung vor. Sobald sie eingeht, werde man sie prüfen.

Schulklasse wandert in den Bergen (Foto: Pressestelle, Polizeidirektion Vorarlberg)
Schulkinder aus Rheinland-Pfalz wurden vor zwei Wochen in den Allgäuer Alpen gerettet. Pressestelle Polizeidirektion Vorarlberg

Bei der Aktion waren Hubschrauber und 60 Bergretter im Einsatz. Ein Grund, warum der Einsatz so teuer ist, ist dass die Schüler und Lehrer nacheinander in Dreiergruppen mit dem Hubschrauber vom Berg transportiert werden mussten. 

Klaus Drexel von der Bergrettung Vorarlberg, die beteiligt war, äußerte sich vor zwei Wochen über den Einsatz:

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Was war passiert?

Die fast 100 Schüler im Alter zwischen 12 und 14 Jahren aus Maxdorf waren vor zwei Wochen gemeinsam mit acht Lehrern bei Hirschegg im Kleinwalsertal in Österreich zu einer Wandertour aufgebrochen. Sie waren auf Klassenfahrt.

Schwierige Bergtour statt "Feierabendroute"

Die Tour in etwa 1.800 Metern Höhe führte die große Gruppe über den Heuberggrat zum Walmendingerhorn. Im Internet hatten sich die Lehrer über die Tour informiert, im Netz wurde sie als Feierabendroute beschrieben, so die Polizei. Tatsächlich sei die Tour aber nicht mehr in offiziellen Wanderführern ausgeschrieben, weil sie Kletterpassagen aufweise, die Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderten.

Schüler rutschen bei Bergtour ab

Bei einsetzendem Regen gerieten Schüler und Lehrer zunehmend in Schwierigkeiten. Der Boden war laut Polizei bereits durch Regenfälle der vergangenen Tage aufgeweicht. Einige Schüler hätten auch keine für Wandertouren geeigneten Schuhe angehabt. Eine Lehrkraft habe sich schließlich zur Umkehr entschieden.

Beim Umdrehen seien zwei Schüler abgerutscht. Sie zogen sich leichte Verletzungen an Oberkörpern und Beinen zu. Einzelne Schüler gerieten in Panik, heißt es im Polizeibericht. Deswegen setzte die Gruppe einen Notruf ab.

Maxdorf

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