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Rund 2.500 Mal konnte das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt im Jahr 2020 DNA-Spuren bereits erfassten Profilen zuordnen - auch dank des Abgleichs mit Datenbanken anderer europäischer Länder.

Mehr als die Hälfte dieser Treffer ging auf internationale Zusammenarbeit zurück, wie das Landeskriminalamt (LKA) am Donnerstag mitteilte. Die Polizei habe etwa mit französischer Hilfe eine Serie von Wohnungseinbrüchen und -diebstählen aufklären können, die sich zum Großteil in Rheinland-Pfalz ereignete. Bei einer Serie von Geldautomatensprengungen führten demzufolge elf gespeicherte DNA-Profile zu einer niederländischen Bande.

Die Zusammenarbeit der Behörden werde immer wichtiger, da es bei den Ermittlungen zunehmend um "länderübergreifend agierende Täterbanden" ginge, teilte Johannes Kunz, Präsident des LKA, mit. Die meisten der internationalen Treffer entfielen auf die Länder Großbritannien, Frankreich und Luxemburg. Wegen eines Abkommens sei der Datenaustausch trotz Brexit möglich, im vergangenen Jahr sogar "ein erstmaliger Gesamtabgleich".

2020: 49.500 Datensätze in Datenbank des LKA

Bei einer DNA-Analyse werden biologische Spuren der mutmaßlichen Täter - etwa Blut, Speichel oder Haare - anhand ihres DNA-Profils untersucht, das einem individuellen Zahlencode gleicht. Erfasst in der DNA-Datenbank wird dieser Code mit bereits gespeicherten Profilen abgeglichen. Bis Ende des Jahres 2020 enthielt die Datenbank des rheinland-pfälzischen LKA rund 49.500 Datensätze. 

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