Stefan Glander und Melanie Wery-Sims wurden auf dem Parteitag der Linken zu den neuen Vorsitzenden gewählt (Foto: SWR)

Neues Führungsduo gewählt

Wery-Sims und Glander neue Spitze der Linke RLP

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Die rheinland-pfälzischen Linken haben ein neues Führungsduo. Der Parteitag wählte am Samstag in Neustadt an der Weinstraße Melanie Wery-Sims (Kreis Bernkastel-Wittlich) und Stefan Glander (Kaiserslautern) zu den neuen Vorsitzenden.

Das bisherige Führungsduo war nicht mehr angetreten. Wery-Sims bekam 66 Prozent der abgegebenen Stimmen, Glander schnitt mit 73 Prozent etwas besser ab. Beide versprachen unter anderem, die Kommunikation zwischen dem Landesvorstand und den Kreisverbänden zu verbessern. Dazu hatten sie ein gemeinsames, siebenseitiges, sogenanntes Strategiepapier für einen Neuanfang verfasst. Als zentrale Themen nennen sie den Klimaschutz, Gesundheit, Wirtschaft/Arbeit sowie Flucht und Migration.

Kandidaten schon in der Kommunalpolitik engagiert

Wery-Sims ist 38 Jahre alt, Fremdsprachenassistentin und vierfache Mutter. Sie gehörte bereits zum Spitzenkandidatenduo der Linken bei der Landtagswahl im März. Stefan Glander ist 54 Jahre alt und arbeitet als Bilanzbuchhalter bei einem kommunalen Energieversorger in Kaiserslautern. Wery-Sims sitzt im Kreistag des Kreises Bernkastel-Wittlich, Glander im Stadtrat von Kaiserslautern.

Führungswechsel in politisch schwierigen Zeiten

Im März hatte die Linke den Einzug in den rheinland-pfälzischen Landtag erneut klar verpasst. Bei der Bundestagswahl im September erreichte die Partei ihr bisher schlechtestes Landesergebnis. Die rheinland-pfälzische Linke stellt jetzt mit Alexander Ulrich nur noch einen Bundestagsabgeordneten statt wie bisher drei. Auch die bisherige Co-Parteichefin Katrin Werner aus Trier hat ihr Mandat verloren.

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Wissler mahnt zu solidarischem Umgang miteinander

Die Bundesvorsitzende der Linken, Janine Wissler, hatte ihre Parteikolleginnen und -kollegen zuvor zu einem solidarischen Umgang miteinander aufgerufen. Die Wahlschlappe bei der Bundestagswahl müsse in aller Ruhe, aber auch in allen Konsequenzen aufgearbeitet werden. Es sei nicht glaubwürdig, wenn eine Partei "immer sagt, wir sind die Partei der Solidarität, aber dann gar nicht so solidarisch miteinander umgeht. Die Niederlage ist erst eine Niederlage, wenn man nicht wieder aufsteht", sagte Wissler.

Janine Wissler gestikulierend bei der Vorstellung des Spitzenkandidatenduos der Partei Die Linke (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)
Janine Wissler bei der Vorstellung des Spitzenkandidatenduos der Partei Die Linke picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Rheinland-Pfalz sei zum einen nach der Niederlage bei der Landtagswahl im März doppelt getroffen worden. Zum anderen biete das Land einen Lichtblick mit dem besten Erststimmenergebnis im Westen: 12,4 Prozent für den als parteilos angetretenen Sozialmediziner Gerhard Trabert im Wahlkreis Mainz.

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