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Gesundheitsämter, Fieberambulanzen und Krankenhäuser kommen in der Corona-Krise an ihre Grenzen. Das Land bittet deshalb Lehrerinnen und Lehrer, dort freiwillig zu helfen.

Es geht dabei um Hilfsjobs in der Gesundheitsvorsorge und dem Infektionsschutz. Konkret zählt die rheinland-pfälzische Aufsichtsbehörde ADD in einem Brief an alle staatlichen Lehrer drei Aufgaben auf, bei denen andere Behörden Hilfe benötigen:

  • So könnten Lehrer Verwaltungsaufgaben in Gesundheitsämtern, Fieberambulanzen, Seniorenheimen und Krankenhäusern übernehmen. Dabei geht es etwa um die Recherche bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen, um das Anlegen von Listen oder das Schreiben von Berichten sowie Zugangskontrollen.
  • Außerdem brauche es Unterstützung bei der Beantwortung von Anfragen bei Hotlines ...
  • ... und bei Aufgaben im Bereich Medien und Öffentlichkeitsarbeit, etwa bei Social-Media-Auftritten.

Lehrer mit Spezialwissen gesucht

Lehrer, die darüber hinaus besondere Kenntnisse in der Pflege, im Gesundheitswesen, im Rettungsdienst, der Medizin oder den Medien hätten, könnten noch an anderen Stellen "zielgerichtet" eingesetzt werden. Den Einsatz koordiniert das Gesundheitsministerium, die jeweilige Einrichtung nimmt dann Kontakt mit dem Lehrer auf.

Die Hilfsarbeit ist freiwillig, hebt ein Sprecher der ADD im Gespräch mit dem SWR hervor. In Absprache mit der Schulleitung werde entschieden, ob die Unterstützung im Gesundheitswesen möglich sei. Die Notbetreuung der Schüler solle unter diesem Engagement nicht leiden.

Bislang haben sich laut ADD bis Donnerstag mehr als 2.000 Lehrer gemeldet, um auszuhelfen. Für diese Zeit werden sie vom Schuleinsatz freigestellt.

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