Ein Einkaufswagen in einem Supermarkt, der mit Lebensmittel gefüllt ist. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sven Hoppe)

Nur 25 Proben gesundheitsschädlich

Kontrolle zeigt: Die meisten Lebensmittel in RLP sind sicher

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Verbraucher und Verbraucherinnen können aufatmen. Bei Lebensmittelkontrollen in Rheinland-Pfalz fielen nur noch wenige Proben auf, die wirklich gesundheitsschädlich sind. Das zeigt der am Donnerstag vorgelegte Jahresbericht 2021 des Landesuntersuchungsamtes.

Die meisten Beanstandungen der Lebensmittelkontrolle des Landesuntersuchungsamtes (LUA) in Koblenz im vergangenen Jahr gab es wegen falscher oder irreführender Kennzeichnung.

Kunststoffspäne im Käsekuchen oder Insektenlarven in der Fertigsuppe blieben dem Bericht zufolge Einzelfälle. Bei den über 18.000 Lebensmittelproben, die letztes Jahr untersucht wurden, gab es nur bei knapp zwölf Prozent Beanstandungen.

Bioprodukte ohne Beanstandung

Nur in 25 Fällen beanstandeten die Kontrolleure Proben, die bei einem Verzehr gesundheitsschädlich gewesen wären - beispielsweise Salmonellen in der geräucherten Mettwurst oder zu viel Histamin im Dosenthunfisch. Beim Check von Obst- und Gemüseproben auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln wurden knapp fünf Prozent beanstandet. Alle Bioprodukte aus heimischer Erzeugung seien rückstandsfrei gewesen, erklärte Umweltstaatssekretär Erwin Manz (Grüne) bei der Vorlage des Berichts.

Tierseuchen: Geflügelpest vorherrschendes Thema

Wie das LUA weiter berichtete, stand bei den Tierseuchen im vergangenen Jahr vor allem die Geflügelpest im Fokus, an der europaweit Tausende von Wildvögeln verendeten und wegen der Millionen von Hausgeflügeltieren getötet werden mussten. Auch in Rheinland-Pfalz gab es Ausbrüche, die sich aber auf einen Vogelpark mit rund 360 Tieren, eine "Kleinsthaltung" und auf Nachweise bei toten Wildvögeln beschränkten. "Dennoch wirkt sich dies auf alle Geflügelhalter in der Umgebung aus, die dann verpflichtet sind, ihre Tiere so unterzubringen, dass sie keinerlei Kontakt zu Wildvögeln haben", so Umweltstaatssekretär Manz.

Die Geflügelhalter in Rheinland-Pfalz würden vom LUA deshalb regelmäßig über die Entwicklungen informiert und zur Wachsamkeit aufgerufen, zum Schutz vor einer Einschleppung des Erregers die Sicherheit in den Betrieben zu überprüfen und zu verbessern.

Nur wenige Proben wurden 2021 bei der Lebensmittelkontrolle beanstandet. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Jens Büttner)
Nur wenige Proben wurden 2021 bei der Lebensmittelkontrolle beanstandet. picture alliance / dpa | Jens Büttner

Weitere Themen der Tiergesundheit waren die Afrikanische Schweinepest und die Aujeszkysche Krankheit, die durch Wildschweine übertragen werden. "Für Menschen ist die Aujeszkysche Krankheit ungefährlich, für Hunde, einige andere fleischfressende Tiere und für Rinder verläuft eine Infektion aber immer tödlich", so Manuel Rebelo, Leiter der Abteilung Fachaufsicht und Veterinärwesen am LUA.

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