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Aufatmen in der Landwirtschaft: Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd reagiert positiv auf die von Bundesinnen- und Wirtschaftsministerium getroffene Regelung zur Einreise von Erntehelfern.

Die Regelung sei von großer Bedeutung für die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit Obst und Gemüse, aber auch für die Planungssicherheit der Betriebe, die auf diese Arbeitskräfte angewiesen seien, sagte Verbandspräsident Eberhard Hartelt am Donnerstag in Mainz. Der Verband werde nun mit Hochdruck an der Umsetzung des Konzepts mitarbeiten.

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Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatten sich darauf verständigt, dass in diesem und im kommenden Monat jeweils 40.000 Saisonarbeiter aus Osteuropa nach Deutschland einreisen dürfen - um Ernteausfälle zu verhindern.

Gesundheitsprüfung und strenge Maßnahmen zum Infektionsschutz

Laut einem Konzeptpapier der beiden Ressorts dürfen die Arbeiter nur in Gruppen und mit dem Flugzeug einreisen. Vorgesehen ist zudem eine Gesundheitsprüfung. Liegen Anhaltspunkte auf eine Corona-Infektion vor, soll die Einreise verweigert werden. Die neu eingereisten Helfer müssen demnach in den ersten 14 Tagen nach der Ankunft getrennt von anderen Beschäftigten arbeiten und dürfen den Betrieb nicht verlassen.

Die strengen Maßnahmen zum Infektionsschutz seien Voraussetzung dafür gewesen, dass inmitten der Corona-Krise überhaupt Ausnahmen zu den geltenden Einreisebeschränkungen erreicht werden konnten, sagte Hartelt. Viele Betriebe mit sogenannten Sonderkulturen seien existenziell auf ausländische Saisonarbeitskräfte angewiesen und hätten teils schon jetzt erhebliche wirtschaftliche Schäden erlitten.

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Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Lücke zwischen Bedarf und Verfügbarkeit von Saisonarbeitskräften

Es gebe zwar eine sehr große Bereitschaft in der Bevölkerung, die Landwirtschaft bei Ernte- und Pflanzarbeiten freiwillig zu unterstützen. Aber die Lücke zwischen Bedarf und Verfügbarkeit von ausländischen Saisonarbeitskräften könne so nicht geschlossen werden.

Es sei zu hoffen, dass die Saisonarbeiter nun schnell ins Land kämen und die freigegebenen Personenkontingente auch ausreichten, um den Bedarf der Betriebe zu decken.

Kompromiss verschafft Landwirten Luft

Lob für die Regelung zu den Saisonarbeitern kam auch von dem rheinland-pfälzischen CDU-Fraktionschef Christian Baldauf. "Für unsere Landwirte ist das eine sehr gute Nachricht - sie bekommen die dringend benötigte Unterstützung", teilte er mit. "Die Erntehelfer aus Südosteuropa können einreisen und bei Aussaat und Ernte auf den Feldern helfen."

Viele landwirtschaftliche Betriebe seien in einer schwierigen Lage, der "Seehofer-Klöckner-Kompromiss" verschaffe ihnen Luft. Für die Versorgung der Menschen bedeute dies, dass sie auch in den nächsten Monaten saisonales, heimisches Obst und Gemüse erwerben könnten.

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