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In der rheinland-pfälzischen Werte-Union, einer Gruppe konservativer CDU-Mitglieder, hat der Landesvorstand bereits im Juni mit sofortiger Wirkung seine Ämter niedergelegt. Darauf wies der bisherige Vorsitzende Peter Scholze am Samstagabend hin. Scholze teilte mit, "unsere Austritte aus dem Verein Werte-Union e.V. werden zeitnah folgen". Grund sei die "toxische" Wirkung des neuen Vorsitzenden Max Otte auf die Wahrnehmung und Akzeptanz der Werte-Union. Es sei eine Radikalisierung zu befürchten. Die Werte-Union sieht sich als Vertretung der konservativen Strömung in der Union, ist aber keine offizielle Parteigliederung. Otte war Ende Mai mit einem knappen Wahlergebnis zum Bundesvorsitzenden gewählt worden. Bis Januar 2021 war er noch Kuratoriumsvorsitzender der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung gewesen. Aus Protest gegen die Wahl Ottes ist bereits die bayrische Werte-Union aus dem Bundesverband ausgetreten und auch in Baden-Württemberg ist der Landesvorstand fast geschlossen zurückgetreten.

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