Bisher wurden Schülerinnen und Schüler zwei Mal pro Woche auf Corona getestet. Ab 8.11.21 endet diese Phase, dann werden sie nur noch einmal die Woche getestet. Trotz wieder deutlich steigender Infektionszahlen. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Sorge um Corona-Infektionen an Schulen

Schüler in RLP fordern mehr Corona-Tests und Impfungen

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An den Schulen in Rheinland-Pfalz wachsen die Sorgen vor Corona-Infektionen. Die Landesvertretung der Schülerinnen und Schüler (LSV) findet die geplante Teststrategie des Landes alles andere als gut.

Die Schülerinnen und Schüler fordern mehr Corona-Tests und dass die Impfmöglichkeiten ausgebaut werden. Die von der Landesregierung angepasste Teststrategie sei nur "ein Tropfen auf den heißen Stein", so die LSV in Mainz. Diese Strategie werde der aktuellen Lage alles andere als gerecht.

Schülervertretung fordert Tests auch für Geimpfte

Um einen sicheren Unterricht für alle zu gewährleisten, brauche man an den Schulen mindestens zwei Testungen pro Woche - und zwar für alle am Schulleben beteiligten Personen, heißt es - für Ungeimpfte und Geimpfte. Das sei wichtig - auch und vor allem bei Warnstufe 1, so LSV-Vorstandsmitglied Colin Haubrich. Nur so lasse sich der nötige Schutz in den Schulen sicherstellen.

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Die Zahl der Corona-Tests an den Schulen soll sich ab nächster Woche nach der Warnstufe der jeweiligen Kommune richten. Bei der bislang noch vorwiegenden Warnstufe 1 ist ein Test vorgesehen, bei der Warnstufe 2 sind es zwei und bei der Warnstufe 3 drei Tests. Im Falle einer Infektion müssen sich weiterhin alle Mitglieder einer Lerngruppe fünf Tage lang in Folge testen und auch im Unterricht eine Maske tragen.

Auch Lehrerverbände machen sich Sorgen

Auch Lehrerverbände äußerten sich besorgt. "Corona überrollt uns gerade", hatte am Dienstag die Landesvorsitzende des Philologenverbands, Cornelia Schwartz, in einer Videokonferenz der CDU-Fraktion gesagt. Für den Verband Reale Bildung (VRB) sagte der stellvertretende Landesvorsitzende Michael Eich, es gebe immer mehr Impfdurchbrüche auch bei Lehrerinnen und Lehrern.

"Es eskaliert an den Schulen, was die Corona-Zahlen angeht."

Die Zahl der infizierten Schülerinnen und Schüler stieg seit Anfang November nach Daten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) um 169 Prozent auf 3.188 (Stand Dienstag). Bei den Lehrerinnen und Lehrern seien die Infektionen um 179 Prozent gestiegen - auf 293.

Auch Landeselternbeirat will Tests für alle

Der Landeselternbeirat Rheinland-Pfalz hatte bereits vergangene Woche - vor der Anpassung der Teststrategie - gefordert, mehrfache Testungen aller Schüler und Schülerinnen, Lehrer und Lehrerinnen sowie aller am Lebensraum Schule beteiligten Personen so schnell wie möglich wieder einzuführen. Dies beinhalte auch alle geimpften und genesenen Personen, so der Landeselternbeirat. Effektive und kostenlose Testungen sollten mindestens zweimal, besser noch dreimal, wöchentlich erfolgen.

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