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Die Lage in den Wintersportgebieten in Rheinland-Pfalz war nach Angaben der Polizei trotz des oft sonnigen Wetters am Wochenende meist entspannt. Nur in wenigen Regionen kam es zu größeren Problemen.

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In der Region Trier hat es nach Angaben von Bürgermeister Hartmut Heck (CDU) vor allem in der Verbandsgemeinde Hermeskeil Probleme und Verstöße gegen die Corona-Regeln gegeben. Es seien Parkverstöße registriert worden und teilweise hätten Gruppen ohne Abstand zusammengestanden. Am kommenden Wochenende könnten daher noch mehr Parkplätze und Zufahrten gesperrt werden.

Nahe dem Idarkopf im Hunsrück ertappten Polizisten Falschparker an der Bundesstraße 407, wie ein Trierer Polizeisprecher mitteilte. Einer habe mit seinem Auto ein Halteverbotsschild verdeckt. An anderen Ausflugszielen wie Erbeskopf, Schwarzer Mann und Wolfsschlucht zeigte sich die Polizei dagegen zufrieden.

Viel los rund um die Hohe Acht

Die Polizei im nördlichen Rheinland-Pfalz zog ebenfalls ein gemischtes Fazit. Rund um die Hohe Acht sei der Verkehr vor allem am Sonntag zum Erliegen gekommen. Dort habe die Polizei mehrere Platzverweise und Bußgelder ausstellen müssen. Die Menschen seien der Aufforderung, zuhause zu bleiben, in vielen Fällen nicht nachgekommen.

Im Bereich Börfink (Kreis Birkenfeld) hätten uneinsichtige Autofahrer laut Polizei immer wieder die Straßenabsperrungen beiseite geräumt und seien in den gesperrten Bereich gefahren, um dort zu parken. Die Ordnungskräfte stellten "eine Vielzahl von Bußgeldbescheiden" aus. Auch bei Prüm zeigte sich, dass Straßenabsperrungen ohne polizeiliche Anwesenheit häufig ignoriert wurden, so die Einsatzkräfte.

Ruhiger im Westerwald

Die Situation am Salzburger Kopf im Westerwald dagegen habe sich verbessert, hieß es von der dortigen Polizei. Schon im Vorfeld wurden dafür einige besonders stark frequentierte Parkplätze gesperrt. Dafür wurden an anderen Stellen größere Flächen für Autos freigeräumt. Nach Angaben des Ortsbürgermeisters von Stein-Neukirch sei es das Ziel gewesen, die Touristenströme besser zu lenken. Man wolle die Tagesurlauber grundsätzlich nicht aus der Region fernhalten, sondern stattdessen mit dem neuen Konzept dafür sorgen, dass es nicht wieder zu solch chaotischen Zuständen komme, wie an den vorherigen Wochenenden.

Ruhige Lange im Binger Wald

Rund um den Binger Wald ist es eher ruhig geblieben. Zuvor hatte die Stadtverwaltung Spaziergänger davor gewarnt, den Wald wegen Schneebruchgefahr zu betreten. Besonders im Bereich der Lauschhütte sei erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit gefordert.

Auf der gegenüberliegenden Rheinseite kam es vor allem im Taunus zu Problemen mit zugeparkten Straßen und Wegen. Viele Parkplätze waren laut hessischer Polizei schon in den Morgenstunden dicht. Absperrungen seien teilweise ignoriert oder sogar beiseite geschoben worden. Die Polizei spricht außerdem von rücksichtslos abgestellten Autos auf Feld-, Forst-, und Wanderwegen.

Gesperrte Straßen und Parkverbote

Die rheinland-pfälzische Polizei hatte bereits vor dem Wochenende verstärkte Kontrollen angekündigt. Unter anderem waren die Zufahrtsstraßen zum Erbeskopf im Hunsrück und zum Donnersberg in der Pfalz bereits vor einiger Zeit gesperrt worden. Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte im Vorfeld an die Vernunft der Bürger appelliert. "Die Zeiten sind leider nicht geeignet, um in großer Zahl zu den Touristenmagneten zu strömen und in Massen die Skipisten zu nutzen", sagte Lewentz.

Jeder einzelne trage seinen Teil dazu bei, die Pandemie zurückzudrängen, so Lewentz. Das Wochenende sei erst recht nicht dazu geeignet, es vor Inkrafttreten der nächsten Verordnung am Montag noch einmal besonders überschwänglich zu nutzen.

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