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Das Gesundheitsministerium bemängelt, dass die Bundesregierung nicht genau sagt, mit welchen Liefermengen beim Corona-Impfstoff gerechnet werden kann. Am Montag kam die angekündigte Menge.

Rheinland-Pfalz hat am Montag den zugesagten Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer nach Angaben des Gesundheitsministeriums im "angekündigten Umfang" von 40.000 Dosen erhalten. Der Mainzer Impfstoff-Hersteller und sein US-Partner hatten am Freitag angekündigt, dass die Liefermengen in dieser Woche vorübergehend verringert werden.

Pfizer-Werk im belgischen Puurs wird umgestellt

Ab der kommenden Woche wollen sie aber wieder zum ursprünglichen Zeitplan zurückkehren. Begründet wurde dies mit Anpassungen im Produktionsprozess im Pfizer-Werk im belgischen Puurs, um die Kapazitäten dort ausbauen zu können.

Ab dem 15. Februar sollen die Lieferungen über die zunächst geplante Mengen hinaus erhöht werden. Im ersten Quartal werde die "volle zugesagte Menge an Impfstoffdosen" und im zweiten Quartal sogar "deutlich mehr" geliefert, erklärten die Unternehmen.

Gesundheitsministerin kritisierte Bund bei Informationsweitergabe

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) verlangte von der Bundesregierung eine verbindliche Auskunft über das Ausmaß der verringerten Lieferungen von Biontech und Pfizer. "Es kann nicht sein, dass die Länder nach einer ersten Information am vergangenen Freitag noch immer keine genauen Zahlen über die Größenordnung der verringerten Impfstofflieferungen der nächsten Wochen haben", sagte sie am Montagmorgen.

Dies erschwere eine vorausschauende Planung. Die Landesregierung sei am Freitag "sehr kurzfristig" vom Bund darüber informiert worden, dass fest zugesagte Impfstofflieferungen für die nächsten drei bis vier Wochen nicht vollständig eingehalten würden, teilte die Ministerin mit. Das Land habe seine Planungen auf die von Bund und Unternehmen fest zugesagten Liefertermine bis Mitte Februar ausgerichtet.

Termine für Zweitimpfung sollen eingehalten werden

Auf dieser Basis seien auch die Termine für Impfungen insbesondere in den Impfzentren bis Mitte Februar vergeben worden. Zugleich stellte Bätzing-Lichtenthäler klar, das alle Bürgerinnen und Bürger in dem Bundesland, die bereits eine Erstimpfung hatten, auch ihre Zweitimpfung mit dem Biontech-Impfstoff an dem ihnen bereits zugeteilten Impftermin erhalten könnten.

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