Gottesdienstbesucher mit einer Jacke, die den Schriftzug "Ukraine" trägt (Foto: SWR)

Gottesdienste, Gebete und Mahnwachen

Menschen in RLP beten und demonstrieren für Frieden in der Ukraine

STAND

Seit dem frühen Donnerstagmorgen greift Russland die Ukraine militärisch an. Die Betroffenheit in Rheinland-Pfalz ist groß.

Solidaritätskundgebungen in RLP

In ganz Rheinland-Pfalz kommen seit Kriegsbeginn Menschen zusammen, um gemeinsam zu beten oder in Kundgebungen ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen.

Beim traditionellen Gottesdienst der Mainzer Garden im Dom sicherte Domdekan Henning Priesel am Sonntag den Menschen in der Ukraine Solidarität zu. "Wir sind bei Ihnen in unseren Gedanken, in unseren Gebeten", sagte er. In seiner Predigt erinnerte er auch an die Bombardierung von Mainz vor 77 Jahren, die Flutkatastrophe im Ahrtal im vergangenen Sommer und das Leid aufgrund der Corona-Pandemie.

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Der emeritierte Domdekan Hein Heckwolf zitierte aus dem traditionellen Mainzer Fastnachtslied von Margit Sponheimer "Gell du hast mich gelle gern" die Zeile "gell du lässt mich net im Stich". Diese Worte seien ein Aufruf zur Solidarität, die für Christen nicht nur ein frommes Gefühl, sondern eine "handfeste Tat" bedeute, sagte Heckwolf.

Mainz

Gottesdienst der Mainzer Garden Fastnachtssonntag in Mainz mit gemischten Gefühlen

Im Mainzer Dom wurde der traditionelle Fastnachtsgottesdienst für die Mainzer Garden gefeiert. Dabei war der Krieg in der Ukraine allgegenwärtig.  mehr...

Gottesdienst mit ukrainischer Gemeinde in Kaiserslautern

Am Sonntag gab es auch in der St.-Rochus-Kapelle im Kaiserslauterer Stadtteil Hohenecken einen Gottesdienst mit der ukrainischen Gemeinde. Ein Pfarrer aus der Ukraine und ein Kollege aus Kaiserslautern hielten die Messe gemeinsam ab.

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Rund 1.000 Menschen demonstrieren in der Region Trier

In Simmern wurde auf dem Schlossplatz ein ökumenisches Friedensgebet abgehalten. In der Region Trier demonstrierten am Sonntag mehr als 1.000 Menschen für Frieden in der Ukraine. Auf dem Viehmarktplatz in Trier versammelten sich am späten Nachmittag etwa 600 Menschen, teilte die Polizei mit. In Gerolstein kamen am Brunnenplatz 400 Menschen zu einem Friedensgebet zusammen. Initiiert war es von der Stadt Gerolstein und der evangelischen und katholischen Kirche. Auch in Idar-Oberstein versammelten sich etwa 80 Menschen, um für Frieden zu demonstrieren.

Hunderte schon am Samstag bei Demos gegen den Krieg

In Koblenz hatten am Samstag nach Angaben der Polizei etwa 500 Menschen gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) sprach bei der Kundgebung mit Teilnehmern. Viele Demonstranten hatten blau-gelbe Flaggen mitgebracht und Schilder, auf denen sie ein Ende des Kriegs forderten. "Put in jail" sowie "No war" war auf Plakaten zu lesen. Aber auch: "Helft Ukraine jetzt. Morgen ist es zu spät." Die Kundgebung in der Innenstadt sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Die Jusos hatten dazu aufgerufen.

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In Trier haben mehr als 100 Menschen an einem ökumenischen Friedensgebet für die Ukraine teilgenommen. Ein Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen habe das Gebet in der Domkirche gestaltet, darunter auch Bischof Stephan Ackermann, sagte eine Sprecherin des Bistums. Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und ihr Mann Klaus Jensen (beide SPD), früher Oberbürgermeister von Trier, seien der Einladung zum Friedensgebet gefolgt.

Dreyer hatte bereits am Freitag in Mainz an einem ökumenischen Friedensgebet in der sanierten Kirchenruine Sankt Christoph teilgenommen.

Am kommenden Samstag soll ein Friedensgebet in der Konstantin-Basilika in Trier stattfinden.

In Neuwied wurde am Samstagvormittag eine Mahnwache abgehalten. In Rheinböllen gab es am Abend ein ökumenisches Friedensgebet.

Das Hambacher Schloss in Neustadt an der Weinstraße erstrahlt bis zum 3. März in Blau-Gelb, den Nationalfarben der Ukraine.

Pfalz solidarisch mit der Ukraine

Pfalz solidarisch mit der Ukraine Menschen in der Pfalz demonstrieren und beten für Frieden in der Ukraine

Die Menschen in der Pfalz sind tief erschüttert über die aktuellen Geschehnisse und den Krieg in der Ukraine. Städte und Gemeinden, Institutionen und Parteien zeigen ihre Solidarität mit unterschiedlichen Aktionen für den Frieden.  mehr...

Am Morgen SWR4 Rheinland-Pfalz

Man wolle damit ein Zeichen der Solidarität der europäischen Völker mit der Bevölkerung in der Ukraine setzen, teilte die Stiftung Hambacher Schloss am Samstag mit. Das Hambacher Schloss am Rand des Pfälzerwaldes ist mit seinen Ausstellungen und Veranstaltungen einer der wichtigsten Erinnerungsorte der deutschen Demokratiegeschichte.

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Zahlreiche Kundgebungen und Friedensgebete im Land

Auf dem Gutenbergplatz in Mainz waren unmittelbar nach den ersten russischen Angriffen auf die Ukraine etwa 500 Menschen zu einer Kundgebung gegen den Krieg zusammengekommen. Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) sagte dabei, die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt sei zur Aufnahme von Kriegsflüchtlingen bereit.

Auf dem Mainzer Gutenbergplatz vor dem Staatstheater haben sich mehr als 400 Menschen zu einer Kundgebung gegen den Krieg in der Ukraine versammelt.  (Foto: SWR, Sissy Herneck)
Sissy Herneck

In Trier gab es am Donnerstagabend eine Solidaritätskundgebung an der Porta Nigra. Etwa 300 Menschen kamen dort zusammen. In Ludwigshafen hatten der Deutsche Gewerkschaftsbund und Politiker der Grünen eine Mahnwache organisiert.

Die katholische Friedensbewegung Pax Christi hatte am Freitagabend zu einem Online-Friedensgebet mit dem Mainzer Bischof und Pax-Christi-Präsidenten Peter Kohlgraf eingeladen. Kohlgraf sagte mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die Bibel zeige, dass viele Herrscher, die sich für unbesiegbar hielten, damit endeten, dass die Zeiten über sie hinweggingen.

In Kaiserslautern versammelten sich am Freitagnachmittag rund 250 Menschen aus Solidarität mit der Ukraine.

Wöchentliche Friedensgebete

Wöchentliche Friedensgebete wird es unter anderem in der Stiftskirche in Kaiserslautern jeden Donnerstag um 18:30 Uhr geben. Zur Teilnahme lädt die Friedensinitiative Westpfalz ein. In Montabaur wollen die Kirchen jeden Mittwoch um 18 Uhr ein Friedensgebet vor dem Rathaus abhalten.

Malteser Hilfstransport für die Ukraine aus Trier

Von Trier startete am Donnerstag ein Hilfstransport des Malteser Hilfsdienstes mit Feldküchen, Zelten und medizinischem Hilfsmaterial in Richtung Ukraine. Die Güter sollen armen, älteren und schutzbedürftigen Menschen und zahlreichen Binnenflüchtlingen zugutekommen, die seit der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland 2014 im Westen der Ukraine leben.

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Hilfsorganisationen rechnen mit Flüchtlingsströmen

Die Liga der freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz blickt besorgt auf den Krieg in der Ukraine. "Das kann zu neuen Flüchtlingsströmen führen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Liga, Andreas Zels. Und das seien noch harmlose Auswirkungen im Vergleich zu kriegerischen Handlungen.

Rheinland-Pfalz

Russlands Krieg gegen die Ukraine Rund 100 Kriegsflüchtlinge halten sich derzeit offiziell in RLP auf

In den fünf rheinland-pfälzischen Aufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende sind nach offiziellen Angaben bislang 105 Menschen aus der Ukraine angekommen.  mehr...

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

Die Stadt Trier und die angrenzenden Landkreise bereiten sich auf die Aufnahme tausender Geflüchteter vor. Manche Kommunen suchen dazu auch abseits der Landes-Aufnahmeeinrichtungen in Trier, Bitburg und Hermeskeil nach Unterkünften für die Schutzsuchenden. Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) hatte bereits am Donnerstag zugesagt, 100 Flüchtlinge sofort aufnehmen zu können. 

Mainz

Russlands Krieg gegen Ukraine Politik und Wirtschaft in RLP warnen vor "massiven Folgen"

Auch in Rheinland-Pfalz haben Politiker den russischen Angriff auf die Ukraine aufs Schärfste verurteilt. Wirtschaftsministerin Schmitt erwartet "teils massive" Folgen der Sanktionen.  mehr...

Flüge vom Hahn in die Ukraine fallen aus

Die Flüge vom Flughafen Hahn im Hunsrück in die Ukraine fallen aus. Davon betroffen sind zwei wöchentliche Flüge der irischen Airline Ryanair in die Hauptstadt Kiew. Auch die Lufthansa hatte bereits ihr letztes Flugziel in dem angegriffenen Land gestrichen. Der für Donnerstagabend geplante Flug von Frankfurt in das westukrainische Lwiw wurde abgesagt.

Nato müsse Polen und Baltikum militärisch stärken Russlands Angriff auf die Ukraine: "Wir haben in jedem Fall Krieg", sagt Ex-General Kujat

Zum Angriff Russlands auf die Ukraine sagte General a.D. Harald Kujat sagt im SWR, falls Putin es auf das ganze Land abgesehen habe, sei das ein Vorgehen wie aus dem Lehrbuch.  mehr...

Verlegung von US-Truppen aus RLP nach Osteuropa

Die US Airforce hat am Donnerstag bestätigt, dass von der Air Base in Ramstein in der Westpfalz aus wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine Truppen und Ausrüstung nach Osteuropa verlegt werden. Die Air Base sei außerdem als Drehkreuz für Tankflugzeuge im Einsatz. Den ganzen Donnerstag waren über Kaiserslautern zahlreiche Militärmaschinen im Anflug auf die Air Base Ramstein zu beobachten. US-Präsident Joe Biden verkündete, dass 7.000 weitere Soldaten nach Deutschland verlegt würden - "als Teil der NATO-Reaktion", sagte er.

Auch Kampfjets aus Spangdahlem

Auch die Air Base Spangdahlem ist in das Unterstützungskonzept für die osteuropäischen Verbündeten miteinbezogen. Zwölf Tarnkappenjets der US-Luftwaffe sind kürzlich vom US-Bundesstaat Utah nach Spangdahlem (Eifelkreis Bitburg-Prüm) verlegt worden. Acht von ihnen werden jetzt an die Ostflanke der NATO verlegt.

Ramstein

Drehkreuz für Truppen und Material Air Base in Ramstein unterstützt Einsätze im Russland-Ukraine-Krieg

Von der US-Air Base in Ramstein aus werden wegen des Russland-Ukraine-Kriegs gerade Truppen und Ausrüstung nach Osteuropa verlegt. Das hat die U.S. Air Force bestätigt.  mehr...

Am Morgen SWR4 Rheinland-Pfalz

Spangdahlem

F-35 auf US-Air-Base in der Eifel Kampfjets werden von Spangdahlem nach Osten verlegt

Zwölf Tarnkappenjets der US-Luftwaffe sind kürzlich vom US-Bundesstaat Utah nach Spangdahlem (Eifelkreis Bitburg-Prüm) verlegt worden. Nun sollen sie im Rahmen des Russland-Ukraine-Konflikts eingesetzt werden.  mehr...

Nicht nur in der Ostukraine Krieg in der Ukraine: Putins Armee greift mehrere Städte an

Am frühen Donnerstagmorgen hat Russlands Präsident Wladimir Putin den Befehl gegeben – mehrere Städte in der Ukraine werden angegriffen.  mehr...

Sprendlingen

Sorge ist groß Ukrainisches Dorf bittet in Sprendlingen um Hilfe

Es ist das eingetreten, wovor viele Menschen Angst haben: Es herrscht Krieg in der Ukraine. Die Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen will helfen - die Frage ist nur, wie.  mehr...

Liveblog: Der Krieg in der Ukraine und seine Folgen Papst telefoniert mit Selenskyj

Russland versucht weiter, die Ukraine einzunehmen. Der Krieg hat auch Auswirkungen auf Europa und die ganze Welt. Alle Infos dazu.  mehr...

Westpfalz

Ukraine-Russland-Krieg Krieg: Ukrainer aus dem Westen der Pfalz sorgt sich um Verwandte

In der Nacht hat das russische Militär mit Bodentruppen und Bombardements die Ukraine angegriffen. Ein Ukrainer aus der Westpfalz sorgt sich um Verwandte und Kollegen.  mehr...

Am Nachmittag SWR4 Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Krieg in Osteuropa Wirtschaft in RLP befürchtet massive Verluste durch russischen Angriff auf Ukraine

Nach den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine zeigen sich Vertreter der Wirtschaft in Rheinland-Pfalz besorgt. Insbesondere befürchten sie massive Folgen für die Unternehmen bei weiteren Sanktionen gegen Russland.  mehr...

Koblenz

Erdgas-Lieferungen aus Russland EVM Koblenz: Gasversorgung trotz Russland-Konflikt gesichert

Für Deutschland ist Russland der größte Erdgas-Lieferant. Viele fürchten jetzt, dass Russland seine Lieferung einstellt, dadurch die Heizung kalt bleibt und der Preis ansteigt.  mehr...

Ludwigshafen

Stadtwerke in Vorder-und Südpfalz Ukraine-Krieg: Pfälzer Versorger rechnen mit höheren Energiepreisen

Die Lage in der Ukraine spitzt sich stündlich zu: Russland hat in der Nacht mehrere Angriffe auf Ziele in der Ukraine gestartet. Die Regierung in Kiew
spricht von einem großangelegten Krieg gegen die Ukraine. Das wird sich auch auf die Energieversorgung in der Pfalz auswirken.  mehr...

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