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Mittelständische Firmen in Rheinland-Pfalz sollen angesichts der Corona-Krise nun besser unterstützt werden: Das Land hat die Absicherung für Kredite auf 100 Prozent erhöht - und will damit eine Pleitewelle verhindern.

Mit der Anhebung des Bürgschaftsrahmens von 90 auf 100 Prozent für Sofortdarlehen des Landes werde sichergestellt, dass die Hausbanken von Unternehmen Darlehen schnell und mit geringem Aufwand vergeben könnten, teilten Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) und Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) am Montag mit.

Mehr Geld für Bürgschaften bereitgestellt

Konkret handelt es sich bei der Hilfe um eine Kombination aus Sofortdarlehen und einem Zuschuss für Unternehmen mit bis zu 30 Beschäftigten. Damit unterstütze die Landesregierung gezielt das Gros des Mittelstandes, hieß es. Der Fonds des Landes erhalte mit der Haftungsfreistellung der Hausbanken einen zusätzlichen Schub. Ermöglicht wurde die Erhöhung des Bürgschaftsrahmen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums durch die Notifizierung des Hilfsprogramms bei der EU-Kommission.

Rheinland-Pfalz hat die für Bürgschaften vorgesehenen Mittel um 2,2 Milliarden Euro auf 3,0 Milliarden Euro erhöht. Dies ist Teil des Nachtragshaushalts zur Bewältigung der Corona-Krise mit einem Gesamtumfang vom 3,3 Milliarden Euro, den der Landtag einstimmig verabschiedet hat. Die Anhebung des zunächst vorgesehenen Bürgschaftsrahmens von 90 auf 100 Prozent wurde unter anderem von der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU) gefordert.

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