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Der durch die Corona-Pandemie finanziell schwer angeschlagene Zoo Neuwied ist vorerst gerettet. Durch Spenden und Einnahmen von rund 250.000 Euro kann eine Pleite abgewendet werden.

"Dass unser Hilferuf vor einer Woche eine derartige Resonanz und gleichzeitig eine regelrechte Spenden-Welle auslöst, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können", teilte der Direktor des coronabedingt geschlossenen größten Zoos in Rheinland-Pfalz, Mirko Thiel, am Sonntag mit.

Rettungsschirm des Landes nicht mehr benötigt

Der Vorsitzende des Zoo-Fördervereins, der Neuwieder Oberbürgermeister Jan Einig (CDU), sprach von "vielen hundert Spendern". Die Finanzlage habe sich in einem Maße entspannt, dass der Zoo-Förderverein derzeit "keine zusätzliche Sonderförderung in Form eines Rettungsschirmes des Landes, wie er seit Tagen im Gespräch ist, in Anspruch nehmen" wolle.

In einer Mail an die Staatskanzlei habe er erklärt, dass der geplante Runde Tisch mit dem Land nicht mehr nötig sei. Dieser wurde daraufhin am Montagvormittag abgesagt. Eigentlich war vorgesehen, dass die Landesregierung in einer Videokonferenz über die aktuelle Situation des Zoos beraten wollte. Neben Vertretern von Stadt und Kreis sollte auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) an dem Gespräch teilnehmen.

Dreyer erfreut über Spendenbereitschaft

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zeigte sich in einer Mitteilung erfreut über die hohe Spendenbereitschaft der Bevölkerung. "Das zeigt, wie sehr der Zoo den Menschen in und um Neuwied am Herzen liegt", sagte Dreyer. Der Zoo soll aus Landes- und Bundesmitteln in den kommenden Wochen zusätzlich mit weiteren Mitteln von über 150.000 Euro unterstützt werden.

Umweltministerium will Tierparks weiter unterstützen

Das Umweltministerium möchte seine Unterstützung von notleidenden Tierheimen, Zoos und vergleichbaren Einrichtungen bis zum 30. Juni 2021 verlängern. Alle Einrichtungen im Land wurden angeschrieben und auf das Nothilfeprogramm hingewiesen, teilte Staatsministerin Anne Spiegel mit. Dadurch möchte das Umweltministerium sichergehen, dass die Gelder auch abgerufen werden.

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