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Es gibt immer weniger Zeitzeugen des Nationalsozialismus und des zweiten Weltkriegs. Und noch lange nicht wollen alle auch über diese dunkle Zeit sprechen. Der 99 Jahre alte Werner Kaiser erzählt von seinen Erlebnissen als Soldat an der Ostfront.

Am 8. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs. Werner Kaiser kämpft mit den Tränen, wenn er sich an seine Zeit als Wehrmachtssoldat erinnert. Er wollte nicht als Drückeberger gelten, sagt er im Gespräch mit dem SWR. So sei er als Katholik Soldat geworden.

Er erlebt den Leningrader Kessel und wie wenig Menschenleben wert sind in dieser Zeit. Das galt nicht nur für den Feind. Ein Kamerad, der zu den Russen überlaufen wollte, wurde gefasst und zum Tode verurteilt. Er wurde erschossen, von den eigenen Kameraden, auch von ihm.

Er erlebt noch Kämpfe im Westen, die Ardennenoffensive. Ende 1944 gerät er in amerikanische Kriegsgefangenschaft und kommt in die USA. Acht Monate ist er dort, bevor er schließlich freigelassen wird und nach Hause kommt - zu seiner Familie.

75 Jahre Kriegsende 75 Jahre Kriegsende – Wie steht es um die deutsche Erinnerungskultur?

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg. Heute erinnert der Gedenktag an die doppelte Befreiung von Krieg und Nationalsozialismus. Über 60 Millionen Menschen waren Nationalsozialismus, Rassenwahn und Krieg zum Opfer gefallen. Welchen Stellenwert hat der 8. Mai 1945 in Deutschland?  mehr...

Wolfgang Niedecken im SWR1 Interview "Wenn keiner mehr wagt den Finger zu heben, dann resignieren zu viele"

"Ruhe vor'm Sturm" heißt der neue Song von Wolfgang Niedeckens BAP. Er schlägt eine Brücke zwischen der NS-Zeit und rechtem Gedankengut - und erscheint heute, am 75. Jahrestag des Kriegsendes. Kein Zufall.  mehr...

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