Durch das Hochwasser zerstörte Straße in Mayschoß. Experten wollen diese jetzt winterfest machen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Thomas Frey)

Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe

Provisorische Straßen im Ahrtal sollen winterfest werden

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Das Hochwasser im Ahrtal hat auch das Straßennetz schwer verwüstet. Experten wollen die zerstörten Straßen jetzt winterfest machen. Es fehlt aber an Personal.

Rund vier Monate nach der Flutkatastrope im Ahrtal müssen Autofahrer vielerorts noch immer über Schotterpisten fahren. Zahlreiche Flussbrücken hat das Hochwasser hier am 14. und 15. Juli weggerissen - und Fahrbahnen und Böschungen verwüstet.

Experten nehmen beim Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur nun zunehmend den Winter in den Blick - und suchen gleichzeitig händeringend nach neuen Kollegen.

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Ministerin Schmitt: Enormes beim Wiederaufbau geleistet

Neben einem Tunnel bei Altenahr ist die Rotweinstraße (B 267) bis heute so zerstört, dass hier nicht einmal notdürftig Autos fahren können.

Bauarbeiter reparieren eine beschädigte Straße mit Baggern. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Thomas Frey)
So sah die Zufahrt zum Tunnel bei Altenahr vor wenigen Tagen aus. picture alliance/dpa | Thomas Frey

Laut der rheinland-pfälzischen Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP) hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) beim Wiederaufbau des Straßennetzes in dem Rotweingebiet bereits "Enormes geleistet, umgesetzt und auf den Weg gebracht". Das am 1. Oktober in Sinzig in Betrieb gegangene Projektbüro "Wiederaufbau Ahrtal" des LBM sorge "für kurze Wege und schnelle Abstimmungsprozesse".

Asphalt und Stützwände für den Winter

Um provisorisch wiederaufgebaute Straßenabschnitte winterfest zu machen, wird laut Verkehrsministerium inzwischen eine Asphaltschicht aufgetragen. Zugleich laufe die Sicherung von Straßen in dem teils tief eingeschnittenen Eifeltal weiter.

Arbeiter errichten eine Stützmauer an der Ahr, viele Straßen wurden durch das Hochwasser zerstört. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Thomas Frey)
Arbeiter errichten an der Landesstraße 73 zwischen Insul und Schuld eine Stützmauer zur Ahr hin. picture alliance/dpa | Thomas Frey

Dem Projektbüroleiter Stefan Schmitt zufolge wurden etwa bei dem Dorf Schuld unter einer Straße mit weggerissener Uferböschung mehr als 500 horizontale Löcher sechs bis neun Meter weit in Felsen gebohrt und mit einer "Vernagelung" die abrutschgefährdete Fahrbahn darüber stabilisiert. Gerade auch wegen der nun frühen Dunkelheit sind laut Ministerium Schutzeinrichtungen und Absturzsicherungen an Böschungen und Stützwänden wichtig, "damit niemand von der Fahrbahn abkommt".

Kollegen für den Wiederaufbau der Straßen dringend gesucht

Zum Projektbüro zählen nach den Angaben erst drei Führungskräfte und zwei weitere Beschäftigte in vorerst drei Bürocontainern. Das Ziel: 35 Mitarbeiter. Die Personalgewinnung stelle aber eine Herausfordernung dar, der Arbeitsmarkt im gesuchten Sektor sei alles andere als günstig.

Immerhin könnten etwa Bauingenieure wegen verschlankter und beschleunigter Verfahren im Ahrtal ungewöhnlich rasch Ergebnisse ihrer Arbeit sehen. Beim dauerhaften Wiederaufbau der Straßen muss laut Projektbüroleiter Schmitt aber nicht in Wochen und Monaten, sondern in Jahren gerechnet werden.

Frau räumt Unrat nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal auf (Foto: imago images, imago0126577850h/SWR)

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