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Im Westerwald wird ein Whisky produziert, der weltweit vermutlich einzigartig ist. Seine besondere Zutat: Wasser. Wasser, das 35 Millionen Jahre alt ist.

Mit Ton fängt alles an - Ton aus einer Westerwälder Tongrube. Aus ihm wird das Wasser gewonnen, das den Whisky aus Girod weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt machen soll. Nach Angaben der Brennerei handelt es sich um Wasser aus dem sogenannten Erdzeitalter des Tertiärs.

Das Wasser soll schon rund 35 Millionen Jahre in den Tonschichten des Westerwalds einlagern. Es zeichne sich vor allem dadurch aus, dass es nicht verunreinigt sei, sagt Keramik Ingenieur Stephan Schmidt: "Das Wasser ist sehr rein und sauber. Und die Reinheit trägt zu dem besonderen Geschmack des Whiskys bei."

"Im Ton geboren"

Stephan Schmidt und der Geologe Hans-Georg Fiederling-Kapteinat stecken hinter der Idee des Clayborn-Whiskys. Clayborn bedeutet auf Deutsch so viel wie "Im Ton geboren". Bis der Whisky aber zum ersten Mal in die Flasche kam, mussten die Unternehmer zunächst überlegen, wie das Ganze überhaupt funktionieren kann: "Wir hatten zuerst die Idee mit dem Wasser eine Maische anzusetzen und dann den kompletten Destillationsvorgang zu durchlaufen. Das würde aber zu viel Zeit und Geduld kosten."

Whisky aus anderer Brennerei wird veredelt

Die erste Idee wurde verworfen, stattdessen benutzen die Whisky-Hersteller jetzt einen anderen Whisky aus einer Westerwälder Brennerei, quasi als Grundprodukt. Der werde dann mit dem Tertiärwasser veredelt und auf Trinkstärke verdünnt, erklärt Schmidt.

Aus dem Westerwald soll der Whisky jetzt seinen Weg in die ganze Welt finden, hofft Hans-Georg Fiederling-Kapteinat: "Die erste Abfüllung war begrenzt auf 94 Flaschen. Die waren noch gar nicht abgefüllt, da waren die schon weg."

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