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Das europaweit einmalige Weltraumradarsystem (GESTRA) wird auf der Schmidtenhöhe bei Koblenz aufgebaut. Schwertransporter hatten die Container im Schritttempo zum Truppenübungsplatz gebracht.

Ankunft am frühen Mittwochmorgen: Im Schritttempo waren die beiden Schwertransporter zum ehemaligen Truppenübungsplatz Schmidtenhöhe bei Koblenz gekommen. Dort werden sie jetzt aufstellt und dann im Laufe der kommenden Woche in Betrieb genommen.

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Die Schmidtenhöhe sei als Standort für das neue Weltraumüberwachungsradar besonders gut geeignet, heißt es vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das das System beim Frauenhofer-Institut in Auftrag gegeben hatte. Die Schmidtenhöhe sei dünn besiedelt, werde bewacht und erlaube einen freien Blick auf den Himmel, so die Begründung.

Kollisionen mit Weltraumschrott vermeiden

GESTRA soll Weltraumschrott, der um die Erde kreist, entdecken und kartographieren. So sollen Kollisionen zwischen kleinsten Trümmerteilen und teuren Satelliten vermieden werden. Aktuell gefährden nach Angaben des DLR mehr als 900.000 Weltraumschrott-Objekte die Sicherheit im erdnahen Orbit. Bei einer Kollision könne ein Satellit vollständig zerstört werden. Die dabei entstehenden Trümmer erhöhten die Gefahr weiterer Kollisionen, heißt es.

Mehr Sicherheit im Weltraum

Wenn GESTRA den Weltraumschrott rechtzeitig entdecke, könnten Satelliten oder bemannte Raumfahrzeuge umdirigiert werden. Ab Herbst soll GESTRA einsatzbereit sein, heißt es vom DLR. Die Kosten für das Überwachungssystem belaufen sich auf mehr als 40 Millionen Euro. Finanziert wird GESTRA vom Bund.

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