Auf dem Weihnachtsmarkt in Koblenz gilt die 2G-Regel. (Foto: SWR)

2G wird die Regel

Weihnachtsmärkte in der Region Koblenz

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Die neue Corona-Verordnung des Landes zwingt die Veranstalter von Weihnachtsmärkten zum Umdenken. Wir zeigen, wo es noch Budenzauber gibt und welche Einschränkungen es dort gibt.

In der Koblenzer Innenstadt gibt es wieder einen Weihnachtsmarkt mit rustikalen Buden. Der Markt wurde am 19. November eröffnet und ist bis 9. Januar geplant. Derzeit gibt es eine Maskenpflicht und es gilt 2G an Essens- und Getränkeständen. Mit Eintreten der neuen Corona-Verordnung am Samstag ist mit einer Ausweitung der 2G-Regelung auf den gesamten Markt zu rechnen.

2G-Regel an Essens- und Getränkeständen in Koblenz

Bisher wurde an den Essens- und Getränkeständen nach dem Impfausweis und dem Personalausweis gefragt. Kinder- und Jugendliche benötigten einen tagesaktuellen Schnelltest. Anschließend erhielten die Besucher ein Bändchen. Die Einhaltung der Regeln wurde nach Angaben der Stadt stichprobenartig überprüft.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Koblenz gilt die 2G-Regel. (Foto: SWR)
Auf dem Weihnachtsmarkt in Koblenz gilt die 2G-Regel für Essens- und Getränkestände.

Die Buden sind nach Angaben der Stadt in diesem Jahr mit größerem Abstand zueinander aufgebaut, um Gedränge in den Gassen und auf den Plätzen zu vermeiden. Überdachte Sitzmöglichkeiten gebe es nicht. Auch auf ein Bühnenprogramm werde in diesem Jahr verzichtet.

So kommen die Beschränkungen für den Weihnachtsmarkt in Koblenz an:

Kathrin aus Koblenz zu 2G auf dem Weihnachtsmarkt (Foto: SWR)
Kathrin aus Koblenz sagt: "Ich wäre für 2G auf dem ganzen Weihnachtsmarkt. Ich habe drei Kinder und will nicht, dass das so weitergeht. Ich glaube, 2G wäre notwendig, um die Welle zu brechen." Bild in Detailansicht öffnen
Anna Monjean aus Burgen an der Mosel ist für eine einheitliche 2G-Regel auf dem ganzen Koblenzer Weihnachtsmarkt und will nicht an den Imbissbuden und Getränkeständen ihren Impfstatus nachweisen müssen: "Wer soll das kontrollieren? Ich fände es besser, wenn der Weihnachtsmarkt Einlasskontrollen hätte." Bild in Detailansicht öffnen
Michaele Scheuch (re.) aus Koblenz ist für Einlasskontrollen auf dem Koblenzer Weihnachtsmarkt und dafür, dass nur Geimpfte, Getestete oder Genesene Zutritt bekommen. Ihre Freundin Barbara Mau sagt: "Ich wäre für 2G, denn Tests sind ja nicht so sicher." Bild in Detailansicht öffnen
Der Koblenzer Cem Ilhan verfolgt die Diskussion um die steigenden Corona-Zahlen, ist aber unentschieden: "Die Diskussionen werden momentan ja sehr emotional geführt. Ich finde, man sollte Ungeimpfte nicht komplett ausgrenzen. Aber die, die geimpft sind, sollten schon einen gewissen Vorteil haben." Bild in Detailansicht öffnen

"Christmas Garden" auf der Festung Ehrenbreitstein unter 2G

Parallel zum Weihnachtsmarkt findet in diesem Jahr erstmals der Christmas Garden auf der Festung Ehrenbreitstein statt. Für die komplette Veranstaltung gilt die 2G-Regel. Auf der Festung Ehrenbreitstein werde der Impfstatus beim Einlass geprüft. Zudem gebe es personalisierte Tickets, heißt es von den Veranstaltern.

Auf einem rund zwei Kilometer langen Rundweg durch die alten Gemäuer der Festung können die Besucher nach Angaben der Koblenz-Touristik "einzigartige Lichtdesigns mit individuell komponierten Klangwelten" erleben. Der Christmas Garden öffnet immer ab der Dämmerung.

Lebendige Krippe beim Weihnachtmarkt in Andernach

Seit dem 22. November hat auch der Weihnachtsmarkt in Andernach geöffnet. Geplant ist der Markt samt lebendiger Krippe in der Innenstadt bis zum 19. Dezember - am 24. Dezember soll es noch einen kleinen Weihnachtsumtrunk geben. Laut Stadt Andernach gilt eine 2G-Regelung.

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Eine Ausnahme soll es für ungeimpfte oder nicht genesene 12- bis 18-Jährige bei Vorlage des Schülerausweises und eines negativen POC-Tests geben. Der Test dürfe nicht älter als 24 Stunden sein. Nach Angaben der Stadt soll es auch eine Kontaktverfolgung mit Hilfe der Luca-App oder eines Kontaktformulars geben.

Glühwein gibts in Neuwied nur für Geimpfte und Genesene

Der Knuspermarkt in Neuwied hatte am Freitag, 3. Dezember seinen letzen Tag. Grund ist die neue Corona-Landesverordnung, die am Samstag in Kraft tritt, heißt es von der Stadt. Die sehe vor, dass Besucher nur geimpft oder genesen auf den Weihnachtsmarkt gehen dürfen. Außerdem gelte eine Maskenpflicht. Diese Regeln seien allerdings für den Neuwieder Knuspermarkt nicht umsetzbar.

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Weihnachtsmarkt im Schloss Arenfels

In Bad Hönningen ist das Schloss Arenfels erstmals Schauplatz für einen "romantischen Weihnachtsmarkt". Dieser ist immer samstags und sonntags geöffnet - bis zum 19. Dezember. Der Veranstalter hat aufgrund der aktuellen Corona-Lage auf 2G umgestellt. Da die Parkmöglichkeiten am Schloss beschränkt sind, wurde Shuttleservice eingerichtet.

Alternative Weihnachtsmärkte in Mayen und Lahnstein

In der Stadt Mayen findet wieder der alternative Weihnachtsmarkt, der "Mayener Weihnachtszauber", statt. Nach Angaben der Stadt Mayen erwarten die Besucher an allen Adventswochenenden eine Reihe an Buden - verteilt über die ganze Innenstadt. Ob das Konzept unter der neuen Corona-Verordnung beibehalten werden kann, ist noch unklar.

In Lahnstein öffnet an den Adventswochenenden der "Kultur-Weihnachtsmarkt" auf dem Theatervorplatz. Neben Glühwein und Kulinarischem gibt es jede Menge Kunsthandwerk aus der Region zu kaufen und auch ein Bühnenprogramm. Nach Angaben des Theater gilt 2G. Am dritten Adventswochenende ist auf dem Salhofplatz in Lahnstein zudem ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt mit rund 40 Ständen geplant.

Blick auf das beleuchtete Weihnachtsdorf (Foto: Pressestelle, Andreas Pacek)
Der idyllische Ort Waldbreitbach im Wiedtal verwandelt sich bereits seit über 30 Jahren in das Weihnachtsdorf Waldbreitbach. Dabei handelt es sich nicht um einen eingezäunten Marktplatz oder ein Hüttendorf, sondern der gesamte Ort selbst wird mit weihnachtlichen Attraktionen und zahlreichen Krippen geschmückt. Pressestelle Andreas Pacek

Weihnachtsdorf in Waldbreitbach und Christkindlmarkt in Limburg

Fans des Weihnachtsdorfs Waldbreitbach können sich freuen. Seit dem 27. November ist der Ort wieder festlich geschmückt und erstrahlt im Lichterglanz. Zu den Highlights im Weihnachtsdorf gehören der "Stern von Bethlehem" - ein mit 3.500 Glühbirnen und über 30 Krippen bestückter Wanderweg und die schwimmende Krippe auf der Wied.

Der Christkindchenmarkt am 2. und 3. Adventswochenende ist nach Angaben des Touristik-Verbands Wiedtal allerdings abgesagt, ebenso der Selbermacher-Basar und die Konzerte in der Kirche. Das Krippenmuseum wird in dieser Saison demnach aus familiären Gründen nicht öffnen.

In Vettelschoß gibt es einen kleinen "Christmas Market" am Eventhotel "The Little Britain Inn". Hier erwarten die Gäste nach Angaben der Veranstalter zwischen roten Doppeldeckerbussen und anderen Kuriositäten britische Spezialitäten wie Mince Pies, Scones und Fish' n Chips. Der Markt ist an den Adventswochenenden immer von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Es gilt 2G plus.

Die Stadt Limburg und die Beschicker des Christkindlmarktes haben sich nach eigenen Angaben dazu entschieden, den Markt auszurichten. Speisen- und Getränkestände sollen nur auf dem Neumarkt konzentriert werden. Wer diesen Bereich betreten wolle, müsse die 2G+ Regel erfüllen, also geimpft oder genesen und zusätzlich getestet sein. An manchen Stände gelte zudem eine Maskenpflicht. Der Markt öffnet den Angaben zufolge vom 26. November bis zum 30. Dezember.

Immer mehr Weihnachstmärkte werden abgesagt

Der Weihnachtsmarkt in Kaisersesch wird nach Angaben der Stadt aufgrund der steigenden Infektionszahlen nicht stattfinden. Die Veranstalter teilten mit, dass das sehr schade sei, aber die Gesundheit der Menschen vorgehen würde. Die Planungen und Vorbereitungen sollen aber nicht umsonst gewesen sein, denn das Konzept könne im nächsten Jahr eins zu eins umgesetzt werden.

In Schuld im Ahrtal wurde ein Adventskalender an ein von der Flut zerstörtes Haus gemalt. (Foto: SWR)
In Schuld im Ahrtal wurde ein Adventskalender an ein von der Flut zerstörtes Haus gemalt.

Auch in Emmelshausen hat sich die Stadt nach eigenen Angaben dazu entschieden, den Christkindlmarkt abzusagen. Der Markt sollte am ersten Adventswochenende durchgeführt werden. Geplante Märkte in Simmern, Cochem, Oberwesel, Leutesdorf, Bad Ems oder auch in Asbach im Westerwald oder Kettig wurden ebenfalls bereits abgesagt.

Inzwischen steht außerdem fest, dass der Weihnachtsmarkt in Bendorf nicht stattfinden wird. Laut Bürgermeister Christoph Mohr (SPD) ist eine Durchführung in Anbetracht der drohenden Überlastung des Gesundheitssystems, den politischen Entwicklungen der letzten Tage und einer realistischen Risikoabwägung nicht zu verantworten. Zudem fallen die Weihnachtsmärkte in Engers, Sinzig, Höhr-Grenzhausen, Bad Breisig, Betzdorf, Dierdorf und der Mittelaltermarkt in Remagen aus.

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