Auf dem Weihnachtsmarkt in Koblenz gilt die 2G-Regel. (Foto: SWR)

2G ist die Regel

Weihnachtsmärkte in der Region Koblenz

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Die neue Corona-Verordnung des Landes zwingt die Veranstalter von Weihnachtsmärkten zum Umdenken. Wir zeigen, wo es noch Budenzauber gibt und welche Einschränkungen es dort gibt.

In der Koblenzer Innenstadt gibt es wieder einen Weihnachtsmarkt mit rustikalen Buden. Der Markt ist bis zum 9. Januar geplant. Es gibt eine Maskenpflicht und die 2G-Regelung gilt nun an allen Buden. Bisher mussten Geimpfte und Genesene nur an den Essens- und Getränkeständen einen Nachweis erbringen.

Ausnahmen von der 2G-Regel in Koblenz

Kinder- und Jugendliche sowie Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen, die keine Impfung zulassen, können auch mit einem tagesaktuellen Schnelltest auf den Weihnachtsmarkt. Nach Vorlegen der entsprechenden Dokumente erhalten die Besucherinnen und Besucher ein Bändchen, mit dem sie auch an allen anderen Ständen einkaufen können. Die Einhaltung der Regeln wird nach Angaben der Stadt stichprobenartig überprüft.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Koblenz gilt die 2G-Regel. (Foto: SWR)
Auf dem Weihnachtsmarkt in Koblenz gilt die 2G-Regel für Essens- und Getränkestände.

Die Buden sind nach Angaben der Stadt in diesem Jahr mit größerem Abstand zueinander aufgebaut, um Gedränge in den Gassen und auf den Plätzen zu vermeiden. Überdachte Sitzmöglichkeiten gebe es nicht. Auch auf ein Bühnenprogramm werde in diesem Jahr verzichtet.

Die Veranstalter des Koblenzer Weihnachtsmarktes haben jetzt zudem entschieden, auch alle begleitenden Veranstaltungen abzusagen. Darunter fallen den Angaben zufolge der „Klingende Adventskalender, die „Kowelenzer Weihnacht“ und die von Vater und Sohn Gniffke veranstaltete Krippenführung. Außerdem gibt es keine Silvester Party am Plan.

"Christmas Garden" auf der Festung Ehrenbreitstein unter 2G

Parallel zum Weihnachtsmarkt in Koblenz findet in diesem Jahr erstmals der Christmas Garden auf der Festung Ehrenbreitstein statt. Für die komplette Veranstaltung gilt die 2G-Regel. Auf der Festung Ehrenbreitstein werde der Impfstatus beim Einlass geprüft. Zudem gebe es personalisierte Tickets, heißt es von den Veranstaltern.

Auf einem rund zwei Kilometer langen Rundweg durch die alten Gemäuer der Festung können die Besucher nach Angaben der Koblenz-Touristik "einzigartige Lichtdesigns mit individuell komponierten Klangwelten" erleben. Der Christmas Garden öffnet immer ab der Dämmerung.

Lebendige Krippe beim Weihnachtmarkt in Andernach

Seit dem 22. November hat auch der Weihnachtsmarkt in Andernach geöffnet. Geplant ist der Markt samt lebendiger Krippe in der Innenstadt bis zum 19. Dezember - am 24. Dezember soll es noch einen kleinen Weihnachtsumtrunk geben. Laut Stadt Andernach gilt eine 2G-Regelung.

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Eine Ausnahme gibt es für ungeimpfte oder nicht genesene 12- bis 18-Jährige bei Vorlage des Schülerausweises und eines negativen POC-Tests. Der Test dürfe nicht älter als 24 Stunden sein. Nach Angaben der Stadt soll es auch eine Kontaktverfolgung mit Hilfe der Luca-App oder eines Kontaktformulars geben.

Märkte in Neuwied und Linz abgebrochen

Der Knuspermarkt in Neuwied hatte am Freitag, 3. Dezember, seinen letzen Tag. Grund ist die neue Corona-Landesverordnung, heißt es von der Stadt. Die sehe vor, dass Besucher nur geimpft oder genesen auf den Weihnachtsmarkt gehen dürfen. Außerdem gelte eine Maskenpflicht. Diese Regeln seien allerdings für den Neuwieder Knuspermarkt nicht umsetzbar.

Ähnlich argumentiert die Stadt Linz, die nach zwei Wochen den Linzer Weihnachtszauber für beendet erklärt. Laut dem Sprecher der Werbegemeinschaft gibt es aber noch mehrere Gastrozelte, in denen unter anderem Glühwein verkauft wird. Die Innenstadt sei zudem besonders beleuchtet und die Eingänge zu den Geschäften im Weihnachtsbuden-Stil geschmückt.

Weihnachtsmarkt im Schloss Arenfels

In Bad Hönningen ist das Schloss Arenfels erstmals Schauplatz für einen "romantischen Weihnachtsmarkt". Dieser ist immer samstags und sonntags geöffnet - bis zum 19. Dezember. Der Veranstalter hat aufgrund der aktuellen Corona-Lage auf 2G umgestellt. Da die Parkmöglichkeiten am Schloss beschränkt sind, wurde Shuttleservice eingerichtet.

Alternative Weihnachtsmärkte in Mayen und Lahnstein

In der Stadt Mayen findet wieder der alternative Weihnachtsmarkt, der "Mayener Weihnachtszauber", statt. Nach Angaben der Stadt Mayen erwarten die Besucher an allen Adventswochenenden eine Reihe an Buden auf dem Marktplatz. Auch hier gilt nach wie vor die 2G-Regel, die an den Ständen kontrolliert wird. Wer möchte, kann sich ein Bändchen geben lassen. Das ermöglicht das Einkaufen auch an anderen Ständen.

In Lahnstein öffnet an den Adventswochenenden der "Kultur-Weihnachtsmarkt" auf dem Theatervorplatz. Neben Glühwein und Kulinarischem gibt es jede Menge Kunsthandwerk aus der Region zu kaufen und auch ein Bühnenprogramm. Nach Angaben des Theaters gilt 2G. Der für das dritte Adventswochenende geplante mittelalterliche Weihachtsmarkt auf dem Salhofplatz wurde mittlerweile auf 2022 verschoben.

Weihnachtsdorf in Waldbreitbach und Christkindlmarkt in Limburg

Fans des Weihnachtsdorfs Waldbreitbach können sich freuen. Der Ort ist wieder festlich geschmückt und erstrahlt im Lichterglanz. Zu den Highlights im Weihnachtsdorf gehören der "Stern von Bethlehem" - ein mit 3.500 Glühbirnen und über 30 Krippen bestückter Wanderweg und die schwimmende Krippe auf der Wied.

Der Christkindchenmarkt am 3. Adventswochenende ist nach Angaben des Touristik-Verbands Wiedtal allerdings abgesagt, ebenso der Selbermacher-Basar und die Konzerte in der Kirche. Das Krippenmuseum wird in dieser Saison demnach aus familiären Gründen nicht öffnen.

Blick auf das beleuchtete Weihnachtsdorf (Foto: Pressestelle, Andreas Pacek)
Der idyllische Ort Waldbreitbach im Wiedtal verwandelt sich bereits seit über 30 Jahren in das Weihnachtsdorf Waldbreitbach. Dabei handelt es sich nicht um einen eingezäunten Marktplatz oder ein Hüttendorf, sondern der gesamte Ort selbst wird mit weihnachtlichen Attraktionen und zahlreichen Krippen geschmückt. Pressestelle Andreas Pacek

In Vettelschoß gibt es einen kleinen "Christmas Market" am Eventhotel "The Little Britain Inn". Hier erwarten die Gäste nach Angaben der Veranstalter zwischen roten Doppeldeckerbussen und anderen Kuriositäten britische Spezialitäten wie Mince Pies, Scones und Fish' n Chips. Der Markt ist an den Adventswochenenden immer von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Es gilt 2G plus.

Die Stadt Limburg und die Beschicker des Christkindlmarktes haben sich dazu entschieden, die Regeln für den Markt zu lockern. Seit Sonntag, den 5. Dezember gilt dort 2G. Zunächst gab es zusätzlich noch eine Testpflicht. Die Stadt habe sich entschlossen, ihr Konzept noch einmal anzupassen, weil nur wenige Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt kamen.

Ausnahmen von der 2G-Regel gebe es für Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Sie müssen demnach ein Attest vorweisen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren müssen die 2G-Regel ebenfalls nicht erfüllen. Sie können ein Schülertestheft oder einen aktuellen Schnelltest vorweisen. Bei Kindern unter 6 Jahren entfalle die Testpflicht.

Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, gelte zudem eine Maskenpflicht. Der Markt öffnet den Angaben zufolge bis zum 30. Dezember.

Immer mehr Weihnachstmärkte werden abgesagt

Der Weihnachtsmarkt in Kaisersesch wird nach Angaben der Stadt aufgrund der steigenden Infektionszahlen nicht stattfinden. Die Veranstalter teilten mit, dass das sehr schade sei, aber die Gesundheit der Menschen vorgehen würde. Die Planungen und Vorbereitungen sollen aber nicht umsonst gewesen sein, denn das Konzept könne im nächsten Jahr eins zu eins umgesetzt werden.

In Schuld im Ahrtal wurde ein Adventskalender an ein von der Flut zerstörtes Haus gemalt. (Foto: SWR)
In Schuld im Ahrtal wurde ein Adventskalender an ein von der Flut zerstörtes Haus gemalt.

Auch in Emmelshausen hat sich die Stadt nach eigenen Angaben dazu entschieden, den Christkindlmarkt abzusagen. Der Markt sollte am ersten Adventswochenende durchgeführt werden. Geplante Märkte in Simmern, Cochem, Oberwesel, Leutesdorf, Bad Ems oder auch in Asbach im Westerwald oder Kettig wurden ebenfalls bereits abgesagt.

Inzwischen steht außerdem fest, dass der Weihnachtsmarkt in Bendorf nicht stattfinden wird. Laut Bürgermeister Christoph Mohr (SPD) ist eine Durchführung in Anbetracht der drohenden Überlastung des Gesundheitssystems, den politischen Entwicklungen der letzten Tage und einer realistischen Risikoabwägung nicht zu verantworten. Zudem fallen die Weihnachtsmärkte in Engers, Sinzig, Höhr-Grenzhausen, Bad Breisig, Betzdorf, Dierdorf und der Mittelaltermarkt in Remagen aus.

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