Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Kirchen füllt den Teich der Fischotter im Tierpark Niederfischbach. (Foto: SWR)

Fisch- und Otterteiche haben zu wenig Wasser

Wassernot im Tierpark Niederfischbach: Feuerwehr hilft

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Constantin Pläcking
SWR-Reporter Constantin Pläcking aus dem Studio Koblenz. (Foto: SWR)

Der Tierpark in Niederfischbach im Westerwald hat große Probleme mit der Trockenheit. Die Teiche haben zu wenig Wasser. Seit Wochen muss die Feuerwehr mit Wasser aushelfen.

In den vergangenen Tagen hat es in Niederfischbach endlich geregnet. Für die Tiere in den Teichen des Parks reicht das Wasser aber noch lange nicht. Besonders die Fische und Otter sind auf Hilfe von der Feuerwehr angewiesen. Normalerweise fließt der Kesselbach durch das Gelände und versorgt die Teiche mit frischem Wasser, aber seit Wochen ist auch der Bach versiegt.

Im Tierpark Niederfischbach gibt es zu wenig Wasser durch die Trockenheit im Sommer. (Foto: SWR)
Im Tierpark Niederfischbach gibt es zu wenig Wasser durch die Trockenheit im Sommer.

Bach und Brunnen im Tierpark führen kein Wasser mehr

Im Sommer sei das zwar schon häufiger passiert, sagt Tierparkchef Peter Merzhäuser. Doch dieses Mal könne sich der Park nicht mit Wasser aus dem eigenen Tiefbrunnen behelfen, denn auch der sei ausgetrocknet. Das ist für Merzhäuser ein großes Problem. Denn die Teiche mit Trinkwasser aus der Leitung auszufüllen, könne sich der Park auf Dauer nicht leisten.

Außerdem hätten die halbleeren Teiche bei den Besuchern schon zu Missverständnissen geführt. "Viele Besucher machen gar nicht den gedanklichen Brückenschlag, dass es etwas mit der Trockenheit zu tun hat. Sie halten es einfach für schlecht gehaltene hässliche Gehege."

Fischotter Gisela schaut neugierig auf das Treiben im Tierpark Niederfischbach. (Foto: SWR)
Fischotter Gisela schaut neugierig auf das Treiben im Tierpark Niederfischbach.

"Die Feuerwehr hat uns schon mehrfach den Arsch gerettet."

Feuerwehr Niederfischbach muss mit Wasser aushelfen

Damit Fische und Fischotter nicht auf dem Trockenen sitzen, hilft die Freiwillige Feuerwehr Niederfischbach. Schon mehrfach waren die Feuerwehrleute zur Stelle. "Mit einem Gartenschlauch würde er hier mehrere Tage brauchen. Und wir haben es in einer Dreiviertelstunde geschafft", sagt Wehrleiter Maik Hadem. Die unbürokratische Hilfe sei für ihn eine Selbstverständlichkeit: "Wir Niederfischbacher Jungen kennen den Tierpark schon von Kind auf und es ist so auch eine Ehrensache, ihm zu helfen."

Unabhängig von den Teichen braucht der Tierpark nach eigenen Angaben täglich etwa 15 Kubikmeter Wasser zum Reinigen der Gehege und Tränken der Tiere. Weil die Wasserspeicher leer seien, habe der Tierpark ohnehin einen deutlich erhöhten Trinkwasserverbrauch, sagt Merzhäuser. Deshalb sei er den Feuerwehrleuten besonders dankbar, dass sie das Befüllen der Teiche übernehmen. "Die Feuerwehr hat uns schon mehrfach den Arsch gerettet." Der Tierparkchef hofft jetzt, dass es in den nächsten Wochen viel regnet und die Wasserspeicher auf dem Gelände bis Dezember wieder gefüllt sind.

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