Brand im Aubachtal im Kreis Neuwied (Foto: Feuerwehr)

Feuer in schwer zugänglichem Gelände

Ursache für Waldbrand im Aubachtal bleibt unklar

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AUTOR/IN
Christina Nover
Autorin Christina Nover (Foto: SWR)

Im Kreis Neuwied hat am Montag ein größeres Waldstück gebrannt. Laut Feuerwehr war eine rund 25 Hektar große Fläche im Aubachtal betroffen. Die Brandursache ist weiterhin unklar.

Nach Angaben der Polizei wurde die Fläche am Dienstag abgesucht, um herauszufinden, was das Feuer ausgelöst hatte. Die Ermittlungen hätten jedoch nichts Auffälliges ergeben. Von einer Brandstiftung wird demnach nicht ausgegangen.

Brand in gerodetem Waldstück im Aubachtal

Wie die Polizei berichtet, handelte es sich bei dem betroffenen Gebiet um eine gerodete Waldfläche zwischen Niederraden und Rüscheid. Das Feuer drohte nach Polizeiangaben auf den angrenzenden Wald überzugreifen.

Brand im Aubachtal im Kreis Neuwied (Foto: Feuerwehr)
Wegen der großen Rauchsäule über dem Wald hatten die Bürger die Feuerwehr gerufen. Feuerwehr

Mehrere Anrufer hatten einen Notruf abgesetzt, weil sie eine Rauchsäule über dem Wald gesehen hatten. Der Brandherd war nach Angaben der Feuerwehr zunächst nur schwer zu lokalisieren, da er sich mitten in geschlossenem Waldgebiet befand.

Feuer breitete sich am Hang aus

Wie der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, Peter Schäfer, berichtet, bestand zunächst die Sorge eines großen Waldbrands: "Das Feuer hat sich rasant den Hang hoch ausgebreitet." Den Einsatzkräften sei es jedoch gelungen, ein Übergreifen der Flammen vom Totholz auf die umstehenden Bäume zu verhindern.

Brand im Aubachtal im Kreis Neuwied (Foto: Feuerwehr)
Für die Feuerwehr war das Gelände nur schwer zugänglich. Feuerwehr

Die Löscharbeiten hatten sich nach Angaben von Schäfer schwierig gestaltet. Das Feuer sei nur über Forstwege erreichbar gewesen, Löschwasser musste über einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen herbeigeschafft werden. Landwirte hätten zudem Wasserfässer gebracht. Unterstützung gab es auch aus der Luft - durch einen Polizeihubschrauber mit Löschwasserbehälter und eine Drohne.

Rund 150 Kräfte bei Waldbrand im Kreis Neuwied im Einsatz

An die 150 Einsatzkräfte waren nach Angaben des Wehrleiters vor Ort, darunter auch das DRK und die Polizei. Verletzt worden ist den Angaben zufolge bei dem Einsatz niemand. "Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen", erklärte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Hans-Werner Breithausen, nachdem der Brand unter Kontrolle war. Durch die Trockenheit besteht derzeit eine hohe Waldbrandgefahr im Land.

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