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Heute hat der zweite Lockdown begonnen. Der trifft die Gastronomen besonders hart. Viele haben viel investiert, um die Hygieneregeln einzuhalten und müssen jetzt trotzdem zu machen.

Auch David Richard von der "Kaffeewirtschaft" in Koblenz hat Tausende von Euros investiert. Jetzt bleibt sein Lokal erstmal geschlossen. Der Gastronom ist verzweifelt. "Wir haben gezielt in unsere Technologie investiert, damit wir sicher durch den Winter arbeiten können und dann kommt trotzdem das totale Aus. Das ist nur schwer nachvollziehbar."

Hochleistungsluftreiniger bleibt erstmal aus

Richard ist sichtlich geschockt. 5.500 Euro hat er alleine für einen Hochleistungsluftreiniger bezahlt. Der steht jetzt schwarz und klobig vor der Theke und bleibt für die kommenden vier Wochen erstmal aus. Dabei sei das Gerät von der Bundeswehruniversität in München getetestet und würde 99.995 Prozent aller Schwebeteilchen aus der Luft filtern, sagt Richard. Somit sei eine Ansteckung über Aerosole in der Luft nicht mehr möglich.

Bessere Lüftungsanlagen und Heizstrahler - alles umsonst

Auch die normalen Lüftungsanlagen hat er für viel Geld mit neuen Filtern und Heizaggregaten aufgerüstet. Alles damit der Betrieb auch im Winter die hohen Hygieneanforderungen erfüllt und die Gäste sich sicher fühlen. Außerdem hat er zum ersten Mal auch Heizstrahler gekauft. Das sei ökologisch eine Katastrophe, da gebe es nichts schön zu reden, sagt Richard. "Wir haben es in diesem Jahr aus rein wirtschaftlichen Gründen zum ersten Mal gemacht."

Hoffnung auf Wiedereröffnung im Dezember

Genau weiß er nicht, wie viele Tausend Euro er zusätzlich ausgegeben hat, sagt David Richard. Er hofft, dass er wenigstens ab Dezember wieder öffnen darf.

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