Schülerinnen nehmen mit Mund- und Nasenschutz am Unterricht teil. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Matthias Balk)

Trotz Maske und negativem PCR-Test

Gericht bestätigt Quarantäneanordnung für Koblenzer Schülerin

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Die Quarantäne für eine Koblenzer Schülerin, die weiter entfernt von einer mit Omikron infizierten Mitschülerin saß, ist rechtmäßig. Das hat das Verwaltungsgericht Koblenz entschieden.

Das Gericht verwies in seiner Entscheidung auf die hochansteckende Corona-Variante Omikron. Damit scheiterte eine Achtklässlerin mit einem Eilantrag gegen ihre Quarantäne.

Die Koblenzer Gymnasiastin hatte am vorletzten Schultag vor Weihnachten im klassenübergreifenden Religionsunterricht gesessen, an dem auch ein infiziertes Mädchen ihrer Parallelklasse teilnahm. Daraufhin ordnete das städtische Ordnungsamt Quarantäne bis zum 5. Januar an.

Schülerin legte negativen PCR-Test vor

Laut dem Hygieneplan für die Schulen in Rheinland-Pfalz unterliegen alle Schülerinnen und Schüler in einer Klasse, Lern- oder Betreuungsgruppe mit einer Infektion den Quarantäne-Bestimmungen. Die junge Antragstellerin verwies den Angaben zufolge vergebens darauf, sie habe im Unterricht stets eine FFP2-Maske getragen und könne auch einen negativen PCR-Test vom 29. Dezember vorlegen.

Die Richter verwiesen in ihrer Entscheidung unter anderem auf die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI). Demnach werde das Infektionsrisiko nicht nur durch das Tragen einer Maske bestimmt, sondern auch durch die Art und Lautstärke des Sprechens im Unterricht und die Personenanzahl im Klassenzimmer.

Bei Schülerinnen und Schülern einer achten Klasse sei es außerdem naheliegend, dass es zu engerem Kontakt und damit zu Ansteckungsrisiken komme, wenn sie den Klassenraum beträten und verließen. Der PCR-Test der Schülerin ändere nichts daran, weil die vom RKI ermittelte Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen erst am 5. Januar abgelaufen sei.

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Gericht: "Hygieneplan ist kein Gesetz"

Zwar sieht der Hygieneplan für die Schulen in Rheinland-Pfalz vor, dass sich weiter weg von mit Omikron infizierten Schülern sitzende Mädchen und Jungen mit einem PCR-Test sogleich aus einer Quarantäne freitesten können. Eine Gerichtssprecherin sagte aber: "Der Hygieneplan ist kein Gesetz." Die sogenannte Absonderungsverordnung des Landes ermögliche zuständigen kommunalen Behörden im Einzelfall auch strengere Anordnungen nach eigenem Ermessen.

Der Gerichtsbeschluss ist nicht rechtskräftig - eine Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz ist möglich.

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