Verschlammte Waschmaschinen und zerstörte Möbel stehen im Ahrtal auf der Straße (Foto: SWR)

Schäden an Häusern, Hausrat und Fahrzeugen

Versicherungsschäden durch Hochwasser höher als erwartet

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Die Flutkatastrophe im Juli hat größere Versicherungsschäden verursacht als bisher erwartet. Die Versicherer gehen von rund sieben Milliarden Euro aus.

Die Versicherer waren zuerst davon ausgegangen, Schäden von insgesamt bis zu fünfeinhalb Milliarden Euro ausgleichen zu müssen. Je länger die Mitarbeiter der Versicherer in Flutgebieten wie dem Ahrtal unterwegs sind, um Schäden aufzunehmen, desto deutlicher zeigt sich das Ausmaß der Flutkatastrophe.

Momentan gehen die Versicherer insgesamt von etwa 250.000 Schadenfällen aus. Der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rechnet bisher mit Schäden an Häusern, Hausrat und bei Firmen von sechseinhalb Milliarden Euro. Rund 450 Millionen kämen dazu, um weggespülte Autos, Motorräder und andere Fahrzeuge zu ersetzen.

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Nur knapp die Hälfte aller Wohngebäude gegen Flutschäden versichert

Das Tiefdruckgebiet mit dem Namen Bernd hatte durch Starkregen und Hochwasser vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen schwere Schäden angerichtet, aber auch in Bayern und Sachsen. Viele Betroffene der Flutkatastrophe waren allerdings mit ihrem Zuhause gar nicht gegen Naturgefahren abgesichert. Der GDV schätzt, dass nur knapp die Hälfte aller Wohngebäude in Deutschland Versicherungen gegen Flut- oder Starkregenschäden haben.

Der GDV bezeichnet die Sturzflut durch das Unwetter Mitte Juli als die bisher größte Naturkatastrophe, die es je in Deutschland gegeben hat. Zusammen mit Hagelschäden im Frühsommer wird dieses Jahr wohl eines der teuersten Jahre für die Versicherer werden.

Zukunftskonferenz und Bundestag beraten über Wiederaufbau

Der Bundestag befasst sich am Mittwochmittag in einer Sondersitzung unter anderem mit dem geplanten Wiederaufbaufonds für die Flutgebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Zur Lage in Rheinland-Pfalz wird Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bei der Sondersitzung am Nachmittag eine Rede halten. Der Fonds soll 30 Milliarden Euro betragen.

Im Ahrtal soll am 7. September bei einer Zukunftskonferenz über den Wiederaufbau der betroffenen Orte beraten werden. Vertreter von Hilfsorganisationen, der Telekommunikation, Wirtschaftsexperten und Ver- und Entsorger sollen an dem Treffen teilnehmen.

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