Fundort einer Frauenleiche bei Ochtendung (Foto: SWR)

Prozess am Landgericht Köln

Urteil wegen verbrannter Frauenleiche aus Kruft: Elf Jahre Haft

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Im Fall der verbrannten Frauenleiche in Ochtendung hat das Landgericht Köln den Täter zu elf Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah als erwiesen an, dass der Mann die Frau aus Kruft im Dezember 2020 getötet hat.

Der Mann soll eine von Streit belastete Beziehung zu der 31-jährigen Frau geführt haben, hieß es in der Urteilsbegründung am Donnerstagnachmittag. Er soll im Dezember 2020 zwei tödliche Schüsse auf die Mutter eines Kindes abgegeben haben. Zu diesem Zeitpunkt habe sie mit ihrem Kind in Kruft (Kreis Mayen-Koblenz) gelebt. Anschließend soll er sie mit Brandbeschleuniger übergossen und angezündet haben. Eine Spaziergängerin fand die verkohlte Leiche kurz vor Weihnachten auf einem Feldweg bei Ochtendung in der Eifel.

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Mann soll die Tat nicht geplant haben

Das Gericht geht eigenen Angaben zufolge aber nicht davon aus, dass der Mann aus Köln die Tat geplant hat und hat ihn deswegen zu elf Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

Schon Medienberichten zufolge hatte es in der Beziehung immer wieder Streit gegeben. Der Angeklagte sei verheiratet und habe zwei Kinder. Die Staatsanwaltschaft war im Vorfeld davon ausgegangen, dass die getötete Frau seine Geliebte gewesen war.

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SWR