Koblenz

Hausärzte kritisieren geplante Begrenzung von BioNTech-Lieferungen

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Die geplanten Begrenzungen von BioNTech-Impfstofflieferungen durch das Bundesgesundheitsministerium sorgen bei Haus- und Klinikärzten im nördlichen Rheinland-Pfalz für Unmut. Die vom SWR befragten Medizinier in den Kreisen Ahrweiler, Mayen-Koblenz und Vulkaneifel sehen nach eigenen Angaben vor allem darin Probleme, dass verschiedene Impfstoffe verimpft würden. Dann müssten alle Menschen neu aufgeklärt werden. Dies sei personell nicht zu bewältigen. Wichtig sei jetzt vor allem, die Menschen schnell zu impfen und so schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden. Eine erneute Impfstoffdiskussion könne die Menschen stattdessen verunsichern und die Impfbereitschaft senken, so die Befürchtung der Hausärzte. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor angekündigt, die Liefermengen des BioNTech-Impfstoffs an die Arztpraxen zu begrenzen. Am Montag ruderte er dann zurück und sprach von einem Missverständnis. Bis Jahresende stünden 24 Millionen Impfdosen von BioNTech und 26 Millionen von Moderna bereit.

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