Kartons mit Hilfsgütern werden gestapelt. Auch im Norden von RLP wollen viele den Menschen in der Ukraine helfen (Symbolbild). (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Felix Hörhager)

So helfen Kirchen und andere Organisationen

Spenden und Hilfsaktionen für die Ukraine aus dem Norden von RLP

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Der Krieg in der Ukraine macht auch im Norden des Landes viele Menschen betroffen. Mehrere Organisationen sammeln daher Spenden oder rufen zu Mahnwachen auf, wie etwa im Westerwald.

Unterkünfte für Geflüchtete
Hilfsgüter und Sachspenden
Friedensgebete, Mahnwachen und Solidaritätsveranstaltungen

Suche nach Unterkünften für Geflüchtete in Neuwied und im Westerwald

Am Dienstag (1. März) sind erste Geflüchtete in Rheinland-Pfalz angekommen. Das ehrenamtliche Hilfsnetzwerk "Wäller helfen" im Westerwald sucht daher nach eigenen Angaben derzeit nach Unterkünften für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Übers Wochenende hätten schon Unterkünfte für 50 Menschen organisiert werden können, so das Hilfsnetzwerk.

Auch ein Busreiseunternehmen aus Kroppach im Westerwaldkreis hat eigenen Angaben zufolge bereits Unterkünfte für 80 Personen gefunden. Mit Hilfsgütern beladene Busse hatten sich auf den Weg zur polnisch-ukrainischen Grenzen gemacht und bislang insgesamt 63 Geflüchtete mit nach Deutschland gebracht.

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Auch die Stadt Neuwied bereitet sich eigenen Angaben zufolge darauf vor, Geflüchtete aus der Ukraine aufzunehmen. Diejenigen, die in Neuwied Wohnraum zur Verfügung stellen können, könnten sich direkt an die Verwaltung wenden. Das Sozialamt der Stadt Neuwied nimmt demnach per Mail (sozialamt@neuwied.de) und unter der Telefonnummer 02631-802237 entsprechende Angebote entgegen. Solzialdezernent Peter Jung bittet darum, möglichst genaue Angaben wie Adresse, Anzahl der Räume und Quadratmeterzahl zu machen.

Haus- und Wohnungseigentümer in der Stadt Lahnstein, die Wohnraum für Geflüchtete aus der Ukraine zur Verfügung stellen möchten, können sich eigenen Angaben zufolge auch bei der Verwaltung melden: telefonisch unter 02621-914306.

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Die Stadt Mayen hat eigenen Angaben zufolge eine Anlaufstelle für Mayener Bürger und Bürgerinnen eingerichtet. Diese sei per Mail (ukraine@mayen.de) oder telefonisch (02651-889000) erreichbar. Wer freien Wohnraum für Geflüchtete zur Verfügung stellen kann, könne sich dort melden. Wer Ukrainer ist oder ukrainisch spricht, könne sich ebenfalls bei der Anlaufstelle melden. Sachspenden nimmt die Stadt eigenen Angaben zufolge derzeit nicht an.

Die ersten Geflüchteten sind auch in der Verbandsgemeinde Linz am Rhein angekommen. Bürgermeister Hans-Günter Fischer (CDU) betonte die Notwendigkeit von Wohnraum zur Unterbringung der ukrainischen Flüchtlinge: "Wir versuchen ja bereits seit längerem, allgemein Wohnraum für Flüchtlinge zu finden. Jetzt wird es noch einmal dringlicher." Die Verbandsgemeinde ruft daher ebenfalls dazu auf, freien Wohnraum zu melden.

Hilfsgüter und Sachspenden für Menschen in der Ukraine

Der "Aktionskreis Direkthilfe" hat eigenen Angaben zufolge in Zusammenarbeit mit einer Schweizer Hilfsorganisation für Osteuropa schon Krankenhausbetten in die Ukraine gebracht. Ende des Monats sollen weitere Hilfsgüter unter anderem in Rhens, Spay, Waldesch und Boppard-Buchholz für die Ukraine gesammelt werden. Beispielsweise Verbandsmaterialien, Feuerlöscher, Windeln und Lebensmittel sollen dann in Auffanglager in die Grenzgebiete gebracht werden.

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Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bereitet laut Kreisverband Koblenz einen ersten Hilfstransport ins polnische Lublin vor. Dieser Transport sei der Beginn des Aufbaus einer sogenannten Versorgungslinie für die vom bewaffneten Konflikt betroffene Zivilbevölkerung in der Ukraine und für Geflüchtete in Polen. Das DRK selbst ruft vor allem dazu auf, Geld zu spenden, damit bestehende Logistikkanäle nicht zusätzlich durch privat organisierte Hilfstransporte belastet werden, so das DRK in Koblenz.

Auch der Landesfeuerwehrband mit Sitz in Koblenz sammelt eigenen Angaben zufolge Hilfsgüter. Man habe eine Liste von Kollegen aus dem Kriegsgebiet bekommen, sagte Geschäftsführer Michael Klein. Wo sich Sammelstellen befinden, ist auf der Internetseite der Verbandes nachzulesen.

Friedensgebete und Mahnwachen in Bad Ems, Mayen und im Hunsrück

In mehreren Orten und Gemeinden im Norden des Landes haben bereits erste Mahnwachen und andere Solidaritätsveranstaltungen stattgefunden, viele weitere sind geplant. In Bad Ems haben sich bereits am vergangenen Montag laut Polizei etwa 120 Menschen zu einer Mahnwache gegen den Krieg in der Ukraine versammelt. Solange der Krieg dauert, soll die Mahnwache "Friedenszeichen" nach Auskunft der Initiatoren jeden Montag um 18 Uhr stattfinden.

Rund 300 Menschen versammelten sich in Selters zu einem Friedensgebet und waren damit dem Aufruf des Evangelischen Dekanats Westerwald gefolgt. (Foto: Pressestelle, Evangelisches Dekanat Westerwald)
Am Dienstag waren in Selters rund 300 Menschen zu einem Friedensgebet gekommen, so das Evangelische Dekanat Westerwald. Pressestelle Evangelisches Dekanat Westerwald

In den kommenden Tagen finden weitere Friedensgebete statt, beispielsweise in Montabaur (jeden Mittwoch um 18 Uhr vor dem Rathaus), in Neuhäusel (jeden Montag um 18 Uhr auf dem Anna-Platz) oder in Westerburg (jeden Donnerstag um 19 Uhr in der Schlosskirche).

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