Giersch und Schierling (Quelle: picture-alliance) (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Todesfall in Vallendar

Vorsicht vor diesen giftigen Pflanzen-Doppelgängern

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Wer in der Natur Pflanzen pflückt, um sie zu essen, sollte sich gut auskennen. Eine Verwechselung kann tödliche Folgen haben, wie ein Fall in Vallender jetzt zeigte.

Sie wachsen am Wegesrand, auf Wiesen oder im Wald. Bärlauch und andere Wildpflanzen sind sehr beliebt bei Wanderern. Viele pflücken und sammeln sie, um sie zu Hause zuzubereiten. Doch hier ist Vorsicht geboten.

Herbstzeitlose kann mit Bärlauch (Quelle: picture-alliance) (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Die Herbstzeitlose (links) ist besonders giftig. Schon 60 Gramm der Blätter reichen, um einen 80 Kilogramm schweren Menschen zu töten. Ihre Blätter haben keinen Stiel. Bärlauch dagegen ist nicht giftig. Die Blätter riechen nach Knoblauch. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Giersch (links) gilt bei vielen Gärtnern als Unkraut, ist aber auch ein Wildgemüse und als Heilkraut bekannt. Seine Blätter riechen beim Zerreiben nach Petersilie oder Möhre. Der Gefleckte Schierling (rechts) dagegen ist der giftige Doppelgänger. Der Schierlingsbecher war in früheren Zeiten ein Getränk, um Menschen zu töten. Ihn erkennt man am rötlich gefleckten Stengel. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Auch Maiglöckchen (links) sehen Bärlauch ähnlich. Hier wachsen statt einem Blatt zwei Blätter am gleichen Stengel. Während Bärlauch schon im Februar oder März austreibt, kommen die Maiglöckchen erst im April heraus. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Beinwell (links) ist zwar ein Heilkraut, doch in größeren Mengen kann der Verzehr giftig sein. Die Pflanze kann bis zu einen Meter groß werden und damit deutlich größer als Borretsch-Kraut, das auch als Gurken- oder Kukumerkraut bekannt ist. Es ist zum Beispiel Bestandteil der Frankfurter Grünen Soße. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Vor allem im jungen Stadium kann das Jakobskreuz-Kraut (links) mit Löwenzahn (rechts) verwechselt werden. Das Jakobskreuz-Kraut ist sehr giftig, schon geringe Dosen können gefährlich werden. Das Zerreiben der Blätter stößt einen unangenehmen, abstoßenden Geruch aus. Löwenzahn-Blätter dagegen können problemlos gegessen werden. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen

Viele dieser Pflanzen haben Doppelgänger. Sie sehen ihnen ähnlich, sind aber zum Teil sehr giftig. Oft reichen nur ein paar Gramm, um erwachsene Menschen zu vergiften oder sogar zu töten.

Einem Mann aus dem Kreis Mayen-Koblenz wurde das zum Verhängnis. Er hatte die giftige Herbstzeitlose gegessen, weil er sie für Bärlauch gehalten hatte und starb an den Folgen der Vergiftung.

Vallendar

Frau liegt noch im Krankenhaus Mann aus Vallendar verwechselt giftige Pflanze mit Bärlauch und stirbt

Im Kreis Mayen-Koblenz ist ein Mann an einer akuten Vergiftung gestorben, nachdem er aus Versehen die Pflanze Herbstzeitlose gegessen hatte. Er hatte sie mit Bärlauch verwechselt.  mehr...

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