STAND

Als Generaldirektor Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz war Thomas Metz seit 2007 unter anderem der Herr der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz. Ende Dezember geht er in Ruhestand.

Thomas Metz ist gelernter Architekt und Denkmalpfleger. In seiner Funktion als Generaldirektor Kulturelles Erbe war er 13 Jahre lang unter anderem für die Landesdenkmalpflege und die Landesarchäologie zuständig. Außerdem betreute er die Schlösser und Burgen in Rheinland-Pfalz, die im Besitz des Landes sind.

Festung Ehrenbreitstein als Lebensaufgabe

Sein größtes und teuerstes Projekt war die Festung Ehrenbreitstein. Sie war fast eine Art Lebensaufgabe und ein zentraler Punkt in Metz' beruflichem Leben. Rund 50 Millionen Euro hatte das Land Rheinland-Pfalz in die Koblenzer Festung investiert. Und auch die Generaldirektion Kulturelles Erbe hat dort einen ihrer beiden Sitze. Ein weiteres wichtiges Ereignis seiner Karriere war die Bundesgartenschau 2011 in Koblenz.

Vor allem in den Jahren nach der Bundesgartenschau besuchten Hunderttausende die Festung - unter anderem weil, sie durch die Seilbahn besser angebunden ist. Das muss auch der 65-Jährige eingestehen: "Am Anfang hatte ich meine Probleme damit, heute bin ich sehr begeistert."

Wenn Thomas Metz Ende Dezember in den Ruhestand gehen wird, werde er vor allem die vielen Kontakte vermissen, die er durch seine Arbeit hatte, sagt Metz: "Mit vielen meiner Kollegen habe ich eine sehr persönliche Beziehung. Ich hoffe, dass die auch bleiben werden."

Nicht vermissen werde er hingegen das ständige Hetzen zwischen Terminen, sagt Metz. Und auch, dass er nicht mehr einschätzen muss, warum ein Gebäude saniert werden soll, während ein anderes abgerissen wird - das werde ihm wohl nicht fehlen. "In beidem liegen Chancen. Als Architekt entwickele ich gerne, plane und baue gerne Neues. Aber als Denkmalpfleger erhalte ich auch gerne historisch bedeutsame Bauwerke", erklärt Thomas Metz.

Die Menschen für das kulturelle Erbe begeistern

Vieles ist dem 65-Jährigen gelungen, eines nicht: Das märchenhaft schöne Schloss Bürresheim bei Mayen bekannter zu machen. "Es ist immer noch nicht gelungen Besucher hierhin zu bringen, dabei hätte es viele Besucher mehr verdient als es im Moment hat," sagt Metz.

In seinem Ruhestand will Thomas Metz vieles ruhiger angehen. Aber wenn das Stichwort Bundesgartenschau 2029 im Welterbe Mittelrheintal fällt, blitzt es in seinen Augen wie eh und je: „Die Menschen für dieses Erbe zu begeistern, das wäre eine Aufgabe, die mich reizen würde!“

STAND
AUTOR/IN