Die brennenden Heu-Ballen in der Nähe von Heimerzheim (Foto: Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler)

Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Brennende Heuballen: Brandserie im Kreis Ahrweiler

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Im Bad Neuenahrer Stadtteil Heimersheim haben wieder Strohballen gebrannt. Nach Angaben der Polizei gab es bislang seit September sieben Strohballenbrände rund um Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Wie die Polizei berichtet, gingen am Dienstagabend kurz nach 20 Uhr unterhalb der A61 zwei Mal hintereinander Strohballen in Flammen auf. Zunächst brannten zwölf Rund- und Quaderballen. Die Feuerwehr ließ diese kontrolliert abbrennen. Etwa eine dreiviertel Stunde später fingen in der Nähe weitere Strohrundballen Feuer.

Mehrere tausend Euro Sachschaden

Die Polizei spricht gegenüber dem SWR von einer Brandserie und ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Verletzt worden sei bei den Bränden bislang noch niemand. Es entstand jedoch ein Sachschaden von mehreren tausend Euro.

Insgesamt gab es laut Polizei zusammen mit den zwei jüngsten Bränden in der Region rund um Bad Neuenahr-Ahrweiler seit September sieben Strohballenbrände: Zunächst im Stadtteil Ehlingen, danach in Heimersheim und zeitgleich in Sinzig-Westum, dann in der Grafschaft und Ende September im Stadtteil Gimmigen.

Immer wieder Feuerteufel im Norden des Landes unterwegs

Es ist nicht die erste große Brandserie im Norden von Rheinland-Pfalz in diesem Jahr. Anfang des Jahres hatten beispielsweise mehrere Scheunen in Sinzig-Löhndorf gebrannt. Im Mai dieses Jahres im Neuwieder Stadtteil Heddesdorf ein Unbekannter insgesamt zehn Autos angezündet und einen Schaden von etwa 200.000 Euro verursacht.

Von August bis Oktober 2020 hatte eine Serie brennender Autos in Rennerod die Polizei im Westerwald beschäftigt. Damals hatten zwei Frauen neun Autos - unter anderem in Rennerod, Seck, Pottum und Emmerichenhain - angezündet.

Das Landgericht Koblenz hatte die Frauen aus dem Westerwald im Juni wegen Brandstiftung zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Eine Angeklagte muss für viereinhalb Jahre ins Gefängnis, ihre Komplizin erhielt eine Gefängnisstrafe von dreieinhalb Jahren.

Heuballenbrände hielten Region schon 2016 in Atem

Im Herbst 2016 hatte eine wochenlange Brandserie im Norden von Rheinland-Pfalz die Bevölkerung und Landwirte verunsichert. Die Polizei konnte schließlich zwei junge Männer aus der Vordereifel festnehmen. Sie hatten zunächst etliche Strohballen, dann einen Linienbus und mehrere Autos angezündet. Unter anderem im Kreis Ahrweiler und im Kreis Mayen-Koblenz.

Die beiden hatten schon vor der Brandserie Fotos von Polizei- und Feuerwehreinsätzen gemacht. Als es keine Polizeieinsätze mehr gab, sorgten sie selbst dafür und legten Feuer. Von den Bränden machten sie wieder Fotos und versuchten sie vergeblich an Agenturen zu verkaufen. 2017 mussten sich die beiden wegen Brandstiftung vor dem Landgericht Koblenz verantworten. Sie wurden zu je drei Jahren Jugendstrafe verurteilt.

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