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Jeder Besucher der Bundesgartenschau 2029 soll mindestens einmal die Stadt Koblenz besuchen. Das ist das Ergebnis eines Konzepts, das am Donnerstag im Stadtrat vorgestellt wurde.

Um dieses Ziel zu erreichen, müsse sich die Stadt aber sehr anstrengen, sagte der Chef der Koblenz Touristik, der das Konzept miterstellt hat. Denn anders als 2011 ist Koblenz nicht der alleinige Ausrichter. Die Bundesgartenschau findet im ganzen oberen Mittelrheintal statt.

Wasserbühne, Uferkino und neue Radwege für die Buga

Um trotzdem möglichst viele Besucher nach Koblenz zu locken, soll zum Beispiel die Wasserbühne auf der Rheinlache reaktiviert werden, die es bis in die Siebziger Jahre in Koblenz gab. Es gibt auch Pläne für eine offene Tanzbühne vor dem Schloss und ein städtisches Uferkino am Rhein. Außerdem kommen verschiedene Wein- und Kulturfeste in Betracht. Ob und welche dieser Ideen am Ende wirklich umgesetzt werden, sei aber noch völlig unklar, so der Chef der Koblenz Touristik.

Auch baulich solle sich bis 2029 in Koblenz noch einiges tun, sagte ein Sprecher der Stadt dem SWR. So solle die touristische Infrastruktur verbessert werden, zum Beispiel durch den Ausbau des Radwegenetzes. Insgesamt plant die Stadt nach Angaben des Sprechers eine Investition von zwei Millionen Euro.

Kostenübernahme für "Gemeindeschwester plus"

Der Stadtrat beschloss bei seiner Sitzung am Donnerstag außerdem, dass die Stadt die Kosten für das Landesprojekt "Gemeindeschwester plus" im Notfall selbst tragen wird. Sie werde für das Land einspringen, wenn das Projekt nach Ende des Jahres nicht weiterlaufen sollte.

Zwar sei davon auszugehen, dass die sehr beliebte "Gemeindeschwester plus" weiter wie normal finanziert werde, so Oberbürgermeister David Langner (SPD). Bislang gebe es aber noch keine verbindliche Zusage vom Land. Um den Mitarbeiterinnen, die auf diesen Stellen arbeiten, mehr Sicherheit zu geben, habe der Stadtrat sich zu dieser Absicherung entschlossen.

Gestaltungsbeirat soll Stadtbild im Auge behalten

In Sachen Stadtentwicklung stimmte der Stadtrat einstimmig für die Einführung eines neuen Gestaltungsbeirats. Dieses Beratergremium soll in Zukunft Ratschläge geben, wenn größere Bereiche in der Stadt neu gebaut oder umgestaltet werden sollen. So solle das Gesamtbild einer größeren Baumaßnahme stimmiger und ästhetischer werden, hieß es in dem Antrag. Im Gestaltungsbeirat sollen nicht nur Politiker sondern auch Stadtplaner und Architekten sitzen.

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