Labrador Lotta schnüffelt an der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr an einer Maschine. An der Schule werden unter anderem Corona-Spürhunde mit speziellen Trainingsmaschinen ausgebildet. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa/Thomas Frey)

Diensthundeschule in Ulmen in der Eifel

Training von Corona-Spürhunden jetzt mit aktiven Viren

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Bei der Ausbildung von Corona-Spürhunden an der Diensthundeschule der Bundeswehr in Ulmen werden mittlerweile auch aktive Corona-Viren eingesetzt. Das Projekt hatte im vergangenen Jahr zunächst mit nicht ansteckenden Viren begonnen.

Das teilte die Stiftung "Tierärztliche Hochschule Hannover" mit, die mit der Bundeswehr an dem Projekt arbeitet. Die Hochschule rechnet damit, die neuen Ergebnisse bald vorstellen zu können. Damit sich die Tiere nicht anstecken, finde das Training unter besonderen Rahmenbedingungen statt.

Im vergangenen Jahr hatten zehn Hunde gelernt, zwischen Speichelproben von Corona-Infizierten und gesunden Patienten zu unterscheiden. Dabei waren nicht mehr ansteckende Viren eingesetzt worden. Die Trefferquote lag bei etwa 80 Prozent. Nach Angaben der Bundeswehr ist bislang noch unklar, wo und wann die Hunde eingesetzt werden könnten.

Spürhunde können Krankheiten riechen

Spürhunde können an der molekularen Zusammensetzung eines Geruchs nicht nur Sprengstoffe oder Drogen wahrnehmen, sie können auch verschiedene Krebserkrankungen und die drohende Unterzuckerung von Diabetikern riechen. So ist die Idee für das Projekt zur Krankheit Covid-19 entstanden.

Beteiligt sind Schäferhunde, Spaniel und Retriever, wie die Dienststelle der Streitkräfte mitteilte. Auch in Großbritannien, Finnland und Frankreich befassen sich Experten mit diesem Thema.

Hundestaffel seit Jahrzehnten Einsatz

Andere Aufgaben haben die Bundeswehrhunde schon seit Jahrzehnten: Die Streitkräfte setzen sie als Schutz-, Sprengstoff-, Rauschgift-, Minen- und Kampfmittelspürhunde ein, auch im Ausland, etwa in Afghanistan und Mali. Laut Hauptmann Daniel Remus von der Diensthundeschule in Ulmen sind rund 300 weltweit im Einsatz.

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