Die berufsbildende Schule ist durch die Flut stark beschädigt worden. (Foto: dpa Bildfunk, Thomas Frey)

Nach der Flut

Schulstart im Katastrophengebiet an der Ahr

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Nach der Flutkatastrophe an der Ahr im Norden von Rheinland-Pfalz sind etwa 60 Schulen zerstört oder beschädigt. Trotzdem ging auch hier am Montag der Unterricht wieder los.

133 Menschen haben bei der Flutkatastrophe im Juli im Ahrtal ihr Leben gelassen. Für viele Kinder, Jugendliche, Lehrerinnen und Lehrer ist nichts mehr wie es war. Am christlichen Gymnasium Calvarienberg in Bad Neuenahr-Ahrweiler zum Beispiel kommen vorraussichtlich bis Ende des Jahres 850 Schülerinnen und Schüler des zerstörten Peter-Jorres-Gymnasiums unter. Die Schule muss neu aufgebaut werden.

Die Schulleiterin des Gymnasiums Calvarienberg, Dr. Annette Gies, sagte dem SWR: "Wir machen das sehr, sehr gerne, um zu helfen und allen Schülern auch ein Zuhause zu bieten." Bei der Schulung der Lehrerinnen und Lehrer sei man vom Bistum Trier und vom pädagogischen Landesinstitut unterstützt worden, erzählt Annette Gies. Außerdem sind im Ahrtal 35 Schulpsychologen aus ganz Deutschland im Einsatz, um Kindern, Lehrern und Eltern zu unterstützen und bei der Traumabewältigung zu helfen. Das hatten Schülervertretungen und Eltern vor Beginn des neuen Schuljahres gefordert.

"In jeder Pause wird es die Möglichkeit geben, in die Krypta zu gehen, dort ein Gebet zu sprechen, eine Kerze aufzustellen"

Zum Schulstart ist nach Angaben des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV) die gesamte Strecke der Ahrtalbahn wieder mit Bussen erreichbar. Es gebe vier neue Linien, hieß es im Vorfeld. Bisher gab es nur einen Ersatzbus zwischen der Stadt Remagen und Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Busse brauchen länger als die Ahrtalbahn

Die neue Hauptline verbindet nach Angaben des SPNV Dernau, Bad Neuenahr-Ahrweiler und Remagen im 30-Minuten-Takt. Dabei werden auch alle Orte angefahren, so das Unternehmen, die vor der Flutkatastrophe von der Ahrtalbahn angefahren wurden. Eine weitere Linie ist von Dernau nach Mayschoss geplant. Der Zweckverband weist darauf hin, dass die Fahrzeiten mit den Bussen deutlich länger sind, als sie mit der Ahrtalbahn waren.

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