Schülerinnen und Schüler demonstrieren in Remagen für den Erhalt der Schule auf dem Nonnenwerth. (Foto: SWR)

Angst vor Schulschließung

Schülerdemo für Erhalt von Inselschule Nonnenwerth

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Schülerinnen und Schüler des Franziskus Gymnasiums Nonnenwerth haben am Mittwochmorgen in Remagen für den Erhalt ihrer Schule demonstriert. Sie fürchten, dass die Schule geschlossen werden könnte.

Mit Sprüchen wie "Rettet unsere Schule" oder "Nonnenwerth soll bleiben" waren am frühen Morgen hunderte Schülerinnen und Schüler und viele Eltern in Remagen unterwegs. In einem Demonstration liefen sie vom Bahnhof Rolandseck bis zur Schule auf dem Nonnenwerth. Dafür musste die B9 für etwa eine Stunde voll gesperrt werden.

Investor: Brandschutz-Sanierung soll rund 10 Millionen Euro kosten

"Wir wollten ein Zeichen setzen, indem wir die Hauptverkehrsader hier blockieren", sagt Schülersprecherin Alina Münz. "Unsere Forderung ist, dass der Schulträger alles in seiner Macht stehende tut, um den Erhalt unserer Schule zu sichern." Denn die Schließung der Schule auf einer Rheininsel steht immer wieder im Raum, seit eine Objektgesellschaft im letzten Jahr die Trägerschaft übernommen hat. Erst im vergangenen Jahr musste die Schule vorübergehend aus Brandschutzgründen geschlossen werden. Die Sanierung würde mindestens 10 Millionen Euro kosten, so der Investor gegenüber dem SWR.

Elternsprecher Olaf Schmitz widerspricht ihm: "Es geht einfacher, es geht mit Maßnahmen, wie zum Beispiel Außentreppen. Man muss da jetzt nicht komplette Wände verschieben und Sprinkleranlagen einbauen." Der Brandschutz könne auch deutlich unter 10 Millionen Euro sichergestellt werden, so Schmitz. Bis zum Ende des Schuljahres muss eine Lösung gefunden werden. Denn so lange werde der Betrieb noch geduldet, so der Investor.

Exposé wirbt mit Wohnungen in altem Kloster

Neben der Brandschutz-Sanierung bereitet den Schülern und Eltern aber auch ein Exposé Sorgen, das im Internet aufgetaucht ist. Eine Immobilienfirma bewirbt darin den Ausbau von Wohnungen in dem alten Kloster. "Das geht uns gegen den Strich", sagt Olaf Schmitz. Seine Sorge ist, dass die Schule den Wohnungen weichen muss.

"Wir wollen diese Schule, wir wollen weitermachen und wir kämpfen auch dafür".

Eltern wollen Trägerschaft übernehmen

Nun wollen die Eltern die Schule übernehmen. "Unser Vorschlag ist, dass wir als Elternschaft, vertreten über das Schulwerk oder eine Stiftung, die Trägerschaft und auch die Eigentümerschaft der Insel übernehmen", so Schmitz. nach Angaben des Elternsprechers soll es in der kommenden Woche Gespräche mit dem Investor geben. Ob es dann aber eine Lösung geben wird, ist noch unklar.

Schülersprecher Sebastian Lüchow will auch weiter für den Erhalt des Gymnasiums demonstrieren. "Wir wollen diese Schule, wir wollen weitermachen und wir kämpfen auch dafür", sagt er.

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