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Es gibt auch noch schöne Geschichten in Zeiten von Corona. In Alpenrod im Westerwald ist Familie Henrich überglücklich, ihre Schildkröte Helga wiederzuhaben. Die war vor zwei Jahren ausgebüxt.

Gemächlich krabbelt Helga durch ihr Außengehege aus Holz. Ab und zu knabbert sie mal ein bisschen am Salat. Vor zwei Jahren durfte die Schildkröte auch noch frei im Garten der Familie Henrich herumlaufen. Das habe Helga ausgenutzt, erzählt Kati Henrich. "Ich wurde abgelenkt, weil eines unserer Kinder gestürzt ist und geschrien hat. Da bin ich natürlich hingelaufen und hab dabei Helga vergessen. Helga war dann weg und die Aufregung groß."

Es folgte eine großangelegte Suchaktion. Die sechs Familienmitglieder der Henrichs suchten zusammen mit Freunden jeden Zentimeter des Gartens ab - ohne Erfolg.

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Zeit in der Wildnis hinterlässt Spuren

Zwei lange Jahre vergingen, dann bekam Kati Henrich den Anruf von der Kreisverwaltung: Zwischen Hachenburg und Alpenrod hat jemand eine Schildkröte gefunden. Kati Henrich ist völlig aus dem Häuschen: Helga ist wieder da!

Aber die Zeit in der Wildnis hat ihre Spuren hinterlassen: "Ihr fehlt viel vom Panzer, wir nehmen an durch Tierbisse," erzählt Kati Henrich. Ansonsten gehe es Helga aber gut. Sie sei gerade erst aus dem Winterschlaf aufgewacht und habe sich gut erholt.

Helga lebt bald im Gewächshaus

Im Moment dreht Helga zwar noch ihre Runden im Außengehege aus Holz. Aber Familie Henrich hat schon ein neues Zuhause für ihre Schildkröte geplant: "Wir haben einen alten Hühnerstall, der wegkommt. Da kommt dann ein Gewächshaus hin. Und da wird Helga dann richtig drin leben können."

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