picture alliancedpa | Thomas Frey (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Weitere Gespräche geplant

Verein könnte Nonnenwerth-Trägerschaft übernehmen

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Im Streit um die Zukunft des Gymnasiums auf der Insel Nonnenwerth suchen alle Beteiligten weiter nach einem Weg, die Schließung zu verhindern. Eventuell könnte ein Verein die Lösung sein.

Peter Soliman, der aktuelle Träger des Gymnasiums auf der Insel Nonnenwerth, und Vertreter der Eltern, des Schulwerks sowie des neu gegründete Vereins "Rettet Nonnenwerth" beabsichtigen, weiter über die Zukunft der Schule zu verhandeln. Das hat die Stadt Remagen nach einem Gespräch mitgeteilt, bei dem am Dienstag auch Mitarbeiter der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier als zuständige Schulaufsichtsbehörde und des Bistums Trier sowie Vertreter der beiden Kreise Ahrweiler und Neuwied teilnahmen.

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Verein will neuer Schulträger werden

Den Angaben zufolge soll jetzt geprüft werden, ob der Verein "Rettet Nonnenwerth" zum neuen Träger der Schule werden könnte. Konkret wollen sich alle Beteiligten demnach schon bald intensiv darüber austauschen, wie gravierend die Mängel beim Brandschutz sind und wie eine mögliche Übernahme der Trägerschaft durch den Verein finanziert werden könnte.

Ist der Brandschutz wirklich zu teuer?

Schulträger Soliman hatte die angekündigte Schließung zum Schuljahresende mit hohen Kosten für erforderliche Brandschutzmaßnahmen in dem denkmalgeschützten Gebäude begründet. Eine Sanierung würde nach seinen Angaben zwischen zehn und 20 Millionen Euro kosten. Das könne er nicht tragen. Daraufhin hatte es viel Protest gegeben.

Elternvertreter halten die Summe nach eigenen Angaben für unrealistisch. Sie befürchteten zuletzt, dass die Schulgebäude an ein Immobilienunternehmen verkauft werden sollen.

ADD und Kreise Ahrweiler und Neuwied sichern Unterstützung zu

Bei den Gresprächen am Runden Tisch unterstrichen die beiden Kreisverwaltungen den Angaben zufolge ihre Gesprächs- und Hilfsbereitschaft in Bezug auf die Brandschutz-Problematik. Die ADD kündigte zudem an, dass sie die Eignung des neuen Vereins als Schulträger prüfen werde.

Auch das rheinland-pfälzische Bildungsministerium bemüht sich nach eigenen Angaben derzeit in Gesprächen um den Erhalt des privaten Gymnasiums auf der Rheininsel Nonnenwerth. Nach der angekündigten Schließung komme dafür aber nur ein Wechsel der Trägerschaft in Frage.

Kreis lehnt Trägerschaft der Schule ab

Das sagte Bettina Brück (SPD), Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Bildungsministerium, am 19. November im Bildungsausschuss des Landtages. Der Kreis Ahrweiler selbst wolle nicht Träger der Schule werden, weil Peter Soliman weiter im Besitz der Insel und der Immobilien des ehemaligen Klosters bleiben wolle, so die Staatssekretärin.

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