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Schlaglöcher, gefährliche Kreuzungen, zu viele Autos, zu wenig Radwege - der Frust bei den Radfahrern in Koblenz sitzt tief. Die Initiative "Radentscheid Koblenz" strebt nun ein Bürgerbegehren an.

Die Bürgerinitiative will damit Druck auf den Koblenzer Stadtrat ausüben, sagt der Gründer, Egbert Bialk. Damit das klappt, sind etwa 4.400 Unterschriften nötig. Diese sollen unter anderem während des Koblenzer Stadtradelns in fünf Wochen gesammelt werden. Spätestens im Dezember sollen genügend Unterschriften zusammengekommen sein. Dann muss der Stadtrat über die Forderungen abstimmen.

Die Bürgerinitiative fordert unter anderem, dass Radwege ausgebaut und gepflegt werden und dass die Schulen in der Koblenzer Innenstadt durch Radwege verbunden werden. Auch Pendlerstrecken für Radfahrer sollen angelegt werden. Im Moment werde noch der genaue Forderungskatalog zuammengestellt, sagt Bialk. Sieben bis neun Punkte sollten das am Ende sein.

Initiativen auch im Westerwald und in Andernach

Nicht nur in Koblenz machen die Radfahrer Druck auf die Politik. Im Westerwald kämpfen sie für einen Radweg entlang der Landstraße zwischen Montabaur und den Gemeinden im Buchfinkenland. Dort ist am Samstag auch wieder eine Protestaktion geplant. Radfahrer wollen die Landstraße abfahren, um zu zeigen, wie gefährlich es dort für sie ohne Radweg ist.

Auch in Andernach beschäftigt ein Radthema derzeit die Politik. CDU und Grüne im Stadtrat fordern eine Pendlerradroute nach Koblenz. Die soll mehrere Gemeinden am linken Rheinufer verbinden. Das würde wiederum den Radfahrern in Koblenz helfen, weil dann weniger Pendler mit ihren Autos in die Stadt fahren.

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