Freiwillige Fluthelfer steigen auf einem Parkplatz bei Grafschaft in ein Helfer-Shuttle, das sie in das Hochwassergebiet an die Ahr bringt.  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Projekt "Freiwillige Aufbau-Zeit im Ahrtal"

Nach Flut: Im Ahrtal helfen und Handwerksberufe kennenlernen

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Mehr als acht Monate ist das verheerende Hochwasser im Ahrtal her. Beim Wiederaufbau haben auch viele junge Erwachsene geholfen. Für sie gibt es jetzt die Möglichkeit, soziales Engagement und Berufsorientierung zu kombinieren.

Beim Projekt "Aufbau Ahr - Freiwillige Aufbauzeit im Ahrtal" des Landes können junge Helferinnen und Helfer neben ihrem sozialen Engagement handwerkliche Grundfähigkeiten erlernen. Ziel ist es, ihr Interesse für eine Ausbildung in einem Betrieb zu wecken und gleichzeitig zum Wiederaufbau im Ahrtal beizutragen. 

Wer kann am Projekt teilnehmen?

16 Plätze stehen für Teilnehmende bis 27 Jahre fortlaufend zur Verfügung. Sie durchlaufen bis zu sechs Monate ein Projekt und können sich dabei in drei Gewerken ausprobieren. Wer teilnimmt, erhält ein monatliches Entgelt von 470 Euro und eine Unterkunft. Auch Kosten für An- und Abreise zu Beginn und zum Ende des Projektes werden den Teilnehmenden erstattet. Dazu können diese vor Ort freizeitpädagogische Angebote in Anspruch nehmen.

Wie können die Freiwilligen handwerkliche Erfahrungen sammeln?

Für die Teilnehmenden stellt die Handwerkskammer Koblenz ihre Lehrwerkstätten zur Verfügung, Betriebe bieten Praktika an. In einem Zusatzmodul haben sie die Möglichkeit, an einem gemeinnützigen Projekt mitzuarbeiten - wie am Wiederaufbau eines Spielplatzes oder der Neugestaltung eines Jugendtreffs. Unterstützung erhalten die Freiwilligen von einem Projektcoach, einem fachlichen Anleiter und Honorarkräften. 

Wer hat das Projekt ins Leben gerufen und wer finanziert es?

Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt des Landes Rheinland-Pfalz und der Handwerkskammer Koblenz. Das Projekt läuft zunächst bis zum 31. Dezember 2022 und kostet 200.000 Euro, die zu 90 Prozent aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln des Landes und zu 10 Prozent von der Handwerkskammer Koblenz getragen werden. 

Inwiefern profitiert das Ahrtal von dem Projekt?

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sieht in den vielen jungen Menschen, die nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal geholfen haben, großes Potential: "Ihre Fachkraft in der Region zu halten, kann zu einer großen Stütze werden, ein Ahrtal der Zukunft aufzubauen. Dazu leisten wir mit dem Projekt einen weiteren Beitrag." 

Wo erhalten Interessierte weitere Informationen?

Interessentinnen und Interessenten können sich bei Jens Fiedermann von der Handwerkskammer Koblenz melden.
Telefon: 0261 398 351 - E-Mail: jens.fiedermann@hwk-koblenz.de.

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