Lennart Siefert, parteiloser OB-Kandidat Lahnstein (Foto: SWR)

Nachfolger von OB Peter Labonte

Lennart Siefert ist neuer Oberbürgermeister von Lahnstein

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In Lahnstein ist der parteilose Lennart Siefert im ersten Wahlgang zum neuen Oberbürgermeister gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Peter Labonte an.

Lennart Siefert erhielt 52,8 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen den Christdemokraten Thomas Becher und gegen Marcel Will von der SPD durch. Siefert war als parteiloser Kandidat angetreten, ist aber Mitglied der Freien Wähler. Auf Marcel Will (SPD) entfielen 23,9 Prozent der Stimmen und auf Thomas Becher (CDU) 23,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,6 Prozent.

Siefert sagte dem SWR, er habe nicht damit gerechnet, es direkt im ersten Wahlgang zu schaffen. Der 40-jährige Kommunalpolitiker ist verheiratet, hat einen Sohn und arbeitet als Hauptkommissar bei der Polizei in Lahnstein. 2009 gründete er zusammen mit Freunden die Unabhängige Liste Lahnstein. Die Partei ist heute drittstärkste Fraktion im Lahnsteiner Stadtrat, Siefert ist deren Vorsitzender. Seit 2019 ist er zudem Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Kreistag des Rhein-Lahn-Kreises.

Siefert will sich für mehr Sicherheit und Sauberkeit einsetzen

Siefert sagte dem SWR, er wolle sich als erstes mit der Verkehrssituation in Lahnstein auseinandersetzen. Verkehrsberuhigung sei wichtig, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Außerdem setzt Siefert auf die Themen Familie sowie Sicherheit und Sauberkeit. Zum Beispiel plant er, im Ordnungsamt der Stadt mehr Mitarbeiter einzusetzen - unter anderem soll dort eine 24-Stunden-Hotline eingerichtet werden. Außerdem müsse das Personal auch im Bauhof aufgestockt werden, damit Grünflächen und öffentlichen Plätze in der Stadt besser gepflegt werden könnten, sagt Siefert: "Wir müssen verhindern, dass sich in Lahnstein soziale Brennpunkte bilden oder weiter ausbreiten."

Weniger Verkehr und Parkplätze in der Innenstadt

Siefert will sich für weniger Verkehr in der Innenstadt einsetzen, um Lahnstein für die Anwohner und vor allem Touristen attraktiver zu machen. Die Parkplätze in der Innenstadt, etwa am Salhofplatz, sollten seiner Ansicht nach reduziert werden. Stattdessen könnten neue Parkplätze am Stadtrand entstehen.

Der Familienvater will zudem weitere Kita-Plätze schaffen. Insgesamt fehlen der Stadt 12 Kita-Gruppen, also etwa zwei ganze Kitas. Außerdem würde er gern einen Wasserspielplatz am Rheinufer bauen lassen. Diese Spielplätze seien andernorts bereits sehr beliebt.

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