Ein Mensch liegt auf dem Boden, eingepackt in eine dicke Jacke und einen Schlafsack.In Koblenz und der Region bieten viele Vereine und Organisationen Wohnungslosen auch in diesem Winter warmes Essen und Kleidung, Übernachtungsplätze und Schlafsäcke an.  (Foto: imago images, imago images/Gottfried Czepluch)

Schutz vor der Kälte

Hilfsangebote für Obdachlose in der Region Koblenz

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Mit den sinkenden Temperaturen wird auch die Situation für obdachlose Menschen immer schwieriger. Viele Vereine engagieren sich mit Schlafmöglichkeiten und warmen Essen.

Der Hilfsverein „Die Schachtel“ ist seit Anfang Dezember wieder mit dem sogenannten Kältebus in Koblenz unterwegs. Immer dienstags, donnerstags und samstags verteilen die Sozialarbeiter des Vereins nach eigenen Angaben warme Suppen und Getränke sowie Schlafsäcke und frische Kleidung an die Obdachlosen - zum Beispiel am Bahnhof, in der Innenstadt und am Löhr-Center, aber auch in den Koblenzer Randbezirken.

Corona sorgt für weniger Schlafplätze in Koblenz

Schlafplätze bietet das städtischen Übernachtungsheim in Lützel an. Dort stehen wegen der aktuellen Corona-Abstandsregeln allerdings weniger Schlafplätze zur Verfügung als sonst, teilt der Verein "Die Schachtel" mit.

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In Koblenz sind nach Angaben des Vereins etwa 500 Menschen wohnungslos, gut 50 Menschen leben dauerhaft auf der Straße. Die Zahl der Menschen ohne Wohnung hat sich laut Verein im Vergleich zum vergangenen Jahr kaum verändert. Die Stadt konnte diese Zahlen nicht bestätigen. Ein Sprecher erklärte, die Stadt führe keine Statistik über Wohnungslose.

Koblenz bietet auch wieder Hotelzimmer für Obdachlose an

Die Stadt Koblenz hatte Obdachlose im Februar zum Teil in Hotelzimmern untergebracht, ihnen aber die Hotelkosten in Rechnung gestellt. Das Ordnungsamt erklärte damals, dass es sich dabei um ein normales Vorgehen handelt. Sie mussten die Rechnungen schließlich aber nicht selbst zahlen, sondern konnten die Kosten beim Sozialamt einreichen.

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Die Stadt Koblenz hat im Februar bei den zweistelligen Minusgraden Obdachlose in Hotels untergebracht und ihnen den Aufenthalt später in Rechnung gestellt. Eigentlich ein normales Vorgehen - trotzdem gibt es jetzt Diskussionen in der Stadt.  mehr...

Auch in diesem Jahr will die Stadt nach eigenen Angaben wieder Hotelzimmer als Übernachtungsmöglichkeiten für obdachlose Menschen anbieten. "Die Kapazität richtet sich danach, wie viele Menschen eine Unterbringung wünschen", sagte ein Sprecher.

Dunkelziffer in Neuwied vermutlich höher

In Neuwied leben nach Angaben der Caritas etwa 15 Menschen dauerhaft auf der Straße, zwischen 90 und 100 Menschen haben keinen festen Wohnsitz. Die Streetworker vermuten aber, dass die Dunkelziffer noch viel höher ist.

In der Tagesstätte "Schöppche" können sie sich aufhalten. Dort haben sie nach Angaben der Caritas die Möglichkeit, die sanitären Anlagen zu nutzen, ihre Wäsche zu waschen und werden verpflegt. Auch die Tafel sei weiterhin geöffnet. Schlafmöglichkeiten gibt es im Übernachtungsheim in Leutesdorf.

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