Tankstelle am Nürburgring (Foto: SWR)

Formel 1 auf dem Nürburgring

Hotels und Geschäfte hoffen auf viel Umsatz am Rennwochenende

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Bis zu 20.000 Rennsportfans dürfen das Formel-1-Wochenende auf dem Nürburgring sehen. Es könnte ein gutes Wochenende für Geschäfte, Tankstellen, Gaststätten und Hotels in der Region werden.

Backen, Einräumen, Putzen - Vanessa Herold hat den ganzen Tag in der Bäckerei in Adenau zu tun. Und jetzt bringt die Formel 1 noch mehr Kunden und noch mehr Arbeit. "Ich freue mich sehr. Ich muss zwar wieder arbeiten am Wochenende, aber Formel 1 gehört zu uns wie Rock am Ring." Am Formel 1-Wochenende sollen ihr zusätzliche Mitarbeiter helfen.

Rennteams übernachten in lokalen Hotels

Auch Gaststätten und Hotels in Adenau profitieren zum Teil von der Formel 1. Das Hotel "Blaue Ecke" mitten in der Stadt ist voll, sagt der Geschäftsführer Janosch Müller: "Wir haben ein großes Rennteam im Haus." Welches Rennteam das ist, will er nicht sagen.

Ob am Wochenende auch viele Gäste in seine Gaststätte kommen, daran zweifelt der Geschäftsführer noch. "Also wir haben es jetzt beim 24-Stunden-Rennen schon gesehen, die kommen gar nicht runter und die Rennteams bleiben auch überwiegend für sich."

Fans auf der Tribüne (Foto: Imago, Motorsport Images)
15.000 Tickets wurden für das Rennwochenende verkauft. Imago Motorsport Images

Tankstellenbetreiber freut sich über viel Kundschaft

Kurz vorm Nürburgring betreibt seit Jahrzehnten Hans-Joachim Retterath eine Tankstelle mit Gaststätte und einem großen Laden für Rennsport-Andenken und Modellautos. Viele auf dem Weg zum Nürburgring kaufen noch kurz bei ihm ein. Und in den vergangenen Tagen immer mehr, sagt er: "Jetzt läuft ja auch schon seit Freitag letzer Woche Aufbaupersonal rum. Die kaufen Kaffee und Brötchen. Das ist ja doch ein ziemlicher Tross, der da hinten dran hängt." Zum Beispiel seien am Mittwoch die Reifentransporter rauf zum Ring gefahre: "Ich glaube 12 Stück waren es. Ein riesen Aufwand, der da betrieben wird."

"Das ist ja kein Fußballstadion"

Ein besonders gutes Geschäft erwartet der 69-Jährige am kommenden Formel 1-Wochenende trotzdem nicht. Dafür seien es auf dem Nürburgring täglich einfach zu wenige Zuschauer, sagt Hans-Joachim Retterath. "20.000 Leute verlaufen sich hier ein bisschen am Nürburgring. Das ist ja kein Fußballstadion. Es ist ja doch eine fünf Kilometer lange Strecke mit Tribünen. Wir freuen uns doch darüber, dass wir noch einmal ein Formel 1-Rennen hier haben."

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