Eine Kehrmaschine auf der Nordschleife des Nürburgrings (Foto: Thomas Frey)

Bei Touristenfahrt auf der Nordschleife

Tödlicher Unfall auf dem Nürburgring

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Bei einem Unfall auf der Nordschleife des Nürburgrings ist ein Autofahrer ums Leben gekommen. Sieben Menschen wurden verletzt.

Nach Angaben der Polizei starb der 34-jährige Autofahrer, als er am Montag auf ein stehendes Abschleppfahrzeug auffuhr. In den Wagen seien danach weitere Fahrzeuge gekracht. Es gibt zwei Schwerverletzte und fünf Leichtverletzte. Auch ein Polizeihubschrauber war am Montag im Einsatz.

Der Unfall ereignete sich bei einer touristischen Fahrt, wie die Polizei mitteilte. Das Abschleppfahrzeug hatte auf der sogenannten Nordschleife eine Unfallstelle abgesichert, nachdem aus einem Wagen Betriebsmittel - also vermutlich Öl, Benzin oder Ähnliches - ausgelaufen waren.

Fahrzeuge auf der Nordschleife mussten ausweichen

Mehrere nachfolgende Fahrzeuge mussten ausweichen oder verloren wegen der verschmierten Fahrbahn die Kontrolle. Insgesamt sollen laut Polizei zwölf Fahrzeuge und zwei Motorräder in den Unfall involviert gewesen sein. Das Auto des noch an der Unfallstelle gestorbenen Fahrers sei nach dem Zusammenprall in Brand geraten, teilte die Polizei weiter mit.

Nach Angaben des Nürburgrings, sei die Strecke direkt nach dem Unfall gesperrt worden. "Leider folgten die beteiligten Fahrzeuge zu unmittelbar, so dass es zu diesem Unglück kam", teilt ein Sprecher des Nürburgrings dem SWR schriftlich mit.

Unfälle auf der Nordschleife keine Seltenheit

Der Nürburgring in der Eifel wird sowohl von Profis als auch von Amateuren genutzt. An veranstaltungs- und testfreien Tagen wird die Grüne Hölle für Touristenfahrten freigegeben. Dabei kann jeder mit seinem privaten Pkw für 25 Euro über die Nordschleife fahren. Voraussetzung ist ein zugelassenes Auto und ein Führerschein.

Es gelten Verkehrsregeln, an die sich laut Polizei aber nicht alle halten. Unfälle auf der Nordschleife sind der Polizei daher nicht fremd, Massenkarambolagen seien aber eher selten.

67 Unfälle auf der Nordschleife im vergangenen Jahr

Erst Mitte September kam ein Motorradfahrer in einer Kurve von der Strecke ab und verletzte sich dabei lebensgefährlich. Wie die Polizei berichtet, gab es im Jahr 2020 insgesamt 67 Unfälle auf der Strecke, bei denen sich neun Menschen schwer verletzten. In den Jahren davor war die Zahl der Unfälle auf der Nordschleife noch höher: 2019 kam es zu 84 Unfällen, im Jahr davor sogar zu 90.

Ahrweiler

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