Die neue Moschee in Hachenburg im Westerwald. (Foto: SWR)

Nach vier Jahren Bauzeit

Neue Moschee in Hachenburg eröffnet

STAND
AUTOR/IN

Am Samstag wurde in Hachenburg nach vier Jahren Bauzeit die neue Moschee eröffnet. Nach anfänglicher Kritik erhält die Gemeinde mittlerweile eigenen Angaben zufolge viel Zuspruch.

Wie die türkisch-islamische Gemeinde Hachenburg mitteilt, ist die Moschee komplett durch Spenden finanziert worden. DITIB als Trägerverein habe die Moschee nicht mitfinanziert. Innerhalb der Gemeinde gebe es viele Selbstständige, die in Eigenleistung beim Bau geholfen hätten. So habe man Geld sparen können.

Die Gemeinde hat sich eigenen Angaben zufolge bewusst für einen schlichten Bau entschieden. Es gibt beispielsweise keine Minarette oder Kuppeln. Die Moschee habe zwei Gebetsräume mit Platz für 150 Gläubige, einen Versammlungsraum und eine Bibliothek.

"Wir erhalten heute viel Zuspruch für unsere Gemeinde."

Proteste und Schweinekopf auf der Baustelle der Moschee

Zum Baubeginn hatte es damals Proteste beispielsweise von der rechtsextremen Partei "Der III. Weg" gegeben. Unbekannte hatten zudem einen Schweinekopf auf die Baustelle geworfen. "In den vergangenen Jahren hat es aber keine Kritik mehr gegeben und alles war ruhig", sagt Mehmet Aydin von der türkisch-islamischen Gemeinde Hachenburg. Mittlerweile erhielten sie viel Zuspruch.

Die Einweihungsfeier am Samstag lief nach Angaben von Aydin ganz nach Plan. Zwischenfälle habe es keine gegeben. Gefeiert wurde unter 2G-Regeln mit kleinem Teilnehmerkreis. Unter den Gästen waren zahlreiche Politiker, unter anderem hielt auch der Präsident des rheinland-pfälzischen Landtages, Hendrik Hering eine Rede.

Etwa 160 Gemeindemitglieder in Hachenburg

Die Gemeinde gibt es bereits seit 2007. Sie sei damals von sieben Muslimas gegründet worden, so Aydin. Heute habe die Gemeinde etwa 160 Mitglieder. Die meisten würden aus Hachenburg stammen, einige aber auch aus den umliegenden Ortsgemeinden. Etwa 50 Mitglieder würden sich regelmäßig aktiv mit einbringen.

Köln

Pilotprojekt zum Freitagsgebet Heftige Diskussion über Muezzin-Ruf in Köln

In Köln läuten nicht nur die Kirchenglocken, freitags ruft jetzt auch der Muezzin zum Gebet. Das Projekt sorgt für Aufregung – die Stadt will erklären.  mehr...

SWR1 Sonntagmorgen Imame made in Germany

Das neue Islamkolleg in Osnabrück soll eine unabhängige Imam-Ausbildung ermöglichen. Denn bisher wurden die meisten Imame, die in Moscheen in Deutschland arbeiten, im Ausland ausgebildet. Aber wie erfolgsversprechend ist das Kolleg?  mehr...

Sonntagmorgen SWR1

STAND
AUTOR/IN